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Der Pott geht in diesem Jahr nach Rott

Von: M.S.
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Vor der Siegerehrung und der „dritten Halbzeit“ friedlich im Tor vereint: die Rotter Gewinner-Elf (links) mit dem errungenen Löhrer-Cup, rechts die unterlegenen aber fairen Gegner aus Eicherscheid. Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. Seine steile Sportlerkarriere währte viel zu kurz, er lehrte ganze Fußball-Abwehrketten das Fürchten. Vor 19 Jahren, kaum 45-jährig, starb der einstige Vollblut-Stürmer der Germania aus Eicherscheid.

Robert Löhrer wurde schon zu Lebzeiten zur Legende, galt er doch als eines der größten Nordeifeler Kickertalente seiner Generation schlechthin. Er wäre, schätzen Insider, nach heutigen Trainingskriterien und mit entsprechenden Fördermitteln, „für einen Stammplatz in einer Profimannschaft gut gewesen“.

Löhrer, der berühmt-berüchtigte „Eifelbomber“, setzte seine eindrucksvolle Karriere in Sankt Vith fort. Sein Andenken wird von seinen blauweißen Vereinskameraden aus Eicherscheid hoch in Ehren gehalten!

So wie vergangenen Sonntag, als auf dem Sportplatz an der Bachstraße das Finale im vor drei Jahren ins Leben gerufenen „Michael-Stollenwerk-Turnier um den Robert-Löhrer-Gedächtnispokal“ ausgetragen wurde.

Glück für die Gastgeber

Mit dem 3:0-Sieg (Halbzeit: 1:0) des SV Rott über die gastgebenden Germanen fand eine Woche exzellenten Nordeifelfußballs ihren Höhepunkt und Abschluss. Die Organisation dieser anspruchsvollen Begegnungen lag in Verantwortung von Wilfried Huppertz, „Stadionsprecher“ Ludwig Siebertz, Kurt Förster und Fotochronist Georg Schmidt.

Die ausrichtenden Eicherscheider hatten auf dem Weg ins Endspiel mehrfach das Glück des Tüchtigen. Da die Elf aus Kall – nach souveränem Start und 6:2-Erfolg über Hertha Walheim – ihre Teilnahme plötzlich zurückzog, rückten die Gastgeber wieder ins Wettkampfgeschehen. Mit einem in der Eifeler Fußballgeschichte höchst seltenen 14:13–Zittersieg im Elfmeterschießen über den Zweiten Halbfinalist TV Roetgen (nach 1:1 beim Schlusspfiff der regulären Spielzeit) gelangten die Ausrichter ins Endspiel. Dort trafen sie wieder auf den SV Rott, dersich glatt über Bergstein (2:0-Sieg) hinweggesetzt hatte. Die Weißhemden aus Rott hatten Eicherscheid bereits in der Vorrunde bereits deutlich mit 3:1 geschlagen. Die dem Veranstalter-Team aufgrund der „Kaller Lücke“ zugesprochene „Grüne Karte“ half den Mannen von der Bachstraße zunächst weiter.

Klassenunterschied

Doch im entscheidenden Duell zeigte sich der Klassenunterschied zwischen Landes- und Bezirksliga. Spielerisch und konditionell konnten die Germanen zwar mithalten, nicht aber in der Chancenverwertung. Da nutzten die Gäste aus Rott ihre Möglichkeiten eiskalt, während ihr Gegner durch Standardfehler unnötig ins Hintertreffen geriet. Die Eicherscheider vergeigten einen Elfmeter, fabrizierten ein bildschönes Abseitstor und schlenzten die Kugel zu allem Überfluss noch in die eigenen Tormaschen.

Bis zum sonntäglichen Schlusspfiff des umsichtig leitenden Schiedsrichtertrios Daniel Meys, Andreas Nonnenmacher und Dirk Welters spielten sich alle Partien auf hohem Niveau ab und verliefen durchweg fair.

Lediglich in der Schlussphase am frühen Sonntagabend, als die Trophäe praktisch schon vergeben war, kam Hektik auf. Aber bei der „dritten Halbzeit“ in der Germania-Ecke waren die „Gegner von vorhin“ längst wieder zu guten Sportkameraden mutiert.

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