Der Obstbaumschnitt ist fällig

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Obstbäume sollten zu Beginn des Jahres fachmännisch gestutzt werden. Das geht noch, bis die ersten Blätter kommen. Bei Bedarf stehen ausgebildete Obstbaumwarte mit Rat und Tat zur Seite. Foto: Imago

Rureifel. Der Winter ist traditionell die Zeit zur Pflege der Obstbäume. Schnittmaßnahmen sind noch möglich bis die Blätter kommen.

In der hiesigen Region gibt es noch relativ viele alte Obstbäume mit alten wertvollen Sorten, besonders in Kreuzau. Oft stehen sie in Hausgärten oder auch auf Streuobstwiesen, die meist am Rande der Dörfer liegen und für die Artenvielfalt unserer Natur von großer Bedeutung sind.

Leider sind viele dieser Bäume in den letzten Jahren nicht mehr gepflegt worden und befinden sich im Alters- oder bereits im „Abgangsstadium“.

Kritische Situation

Obwohl in den letzten Jahren teilweise neue Bäume (oft als Ausgleichsmaßnahme) gepflanzt wurden, ist die Situation kritisch, da Bäume im Mittelalter (20 bis 50 Jahre) kaum vorhanden sind. Gehen die alten Bäume nun ein, so mangelt es gerade an den Bäumen, die ökologisch am wertvollsten sind. Auch werden dabei alte geschätzte Sorten möglicherweise für immer verschwinden.

Einiger der Obstbäume stammen noch aus der Zeit vor dem Krieg, dann sind in den 50er Jahren viele gepflanzt worden. Erhalten diese Bäume nun einen Verjüngungsschnitt, dann können sie noch einige Jahrzehnte durchhalten, denn gepflegte Apfelbäume auf Hochstamm können 80 bis 100 Jahre alt werden.

Oft fehlt die Kenntnis für diesen fachgerechten Schnitt. Inzwischen sind hierzulande Obstbaumwarte des Kompetenznetzwerks LEADER-Eifel ausgebildet worden, die bei der Pflege mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ansprechpartner findet man im Internet unter www.streuobstwiesen.net/Obstbaumwarte. Dort findet man auch Informationen über Fachwissen, Bezugsquellen und zu Kursen zum Thema Obstbäume.

Zur Rentabilität eines Hochstamm Obstbaumes kann man folgendes Kalkulieren. Der Baum kostet etwa 25 Euro.

Er wird bis zu 100 Jahre alt und kann in der Hauptertragszeit, diese dauert etwa 65 Jahre, jährlich 100 bis zu 300 Kilogramm Äpfel liefern.

Dazu kommt noch Obstblütenhonig. Der ökologische Wert ist auch zu berücksichtigen, dies sind: Sauerstoffproduktion, Luftreinhaltung, Wasserhaushaltregulierung, Nährstoffpumpe, CO2 Fixierung (durch Holz und Humusbildung, Klimaschutz) und Artenschutz.

Am „Ende“ gibt es noch wertvolles Möbelholz oder wenigstens Brennholz. Das ist, wie der BUND mitteilt, eine langfristige Anlage, die kaum zu toppen ist.

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