Nordeifel - Der neue Kirchenbauverein baut vor allem auf Solidarität

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Der neue Kirchenbauverein baut vor allem auf Solidarität

Von: Günther Sander
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Der neue Kirchbauverein baut auf die Arbeit von Wolfgang Merkwitz, Dr. Georg Dittmer, Birgit Hartmann, Jens-Peter Bentzin und Wolfgang Köhne (von links). Foto: Günther Sander

Nordeifel. Der Grundstein zum neuen „Evangelischen Kirchbauverein Monschauer Land“ ist gelegt. In einer 90-minütigen Gründungsversammlung wurde er im Gemeindehaus Roetgen von nur 16 anwesenden Interessenten aus der Taufe gehoben.

Einstimmig konnte die neue Satzung verabschiedet und eine Eintragung ins Vereinsregister angestrebt werden. Einem Jahresbeitrag von 24 Euro stimmte die Versammlung, die von Pfarrer Jens-Peter Bentzin (Rurbezirk) geleitet wurde, zu.

Bentzin erläuterte die Ziele und Aufgaben des neuen Vereins, der sich die Bewahrung und Wiederherstellung der denkmalgeschützten evangelischen Kirchen in Roetgen und Monschau in geeigneter Weise annehmen wolle. Gerade in der Monschauer Kirche sei derzeit der Innenausbau in vollemGange, er könne sich sogar bis 2014 hinziehen. Bentzin brachte große Investitionssummen zur Sprache: 1,6 Millionen Euro seien im Gespräch, um erst einmal „Ruhe zubekommen.“ Die Finanzierung erfolge aus Kirchenmitteln, Fördermitteln aus NRW sowie aus Stiftungen. Ein Finanzierungskonzept für die Monschauer Kirche habe sich bewährt.

Nicht anders sehe es im Falle der Roetgener Kirche, die ebenfalls erhebliche Schäden aufweise, aus. Für erforderliche Notsicherungsmaßnahmen, Gutachten und Arbeiten werden rund 100.000 Euro fällig, rechnete Bentzin vor. Dadurch habe man rund vier Jahre an Zeit gewonnen, ansonsten müsste die Kirche geschlossen werden. Vorerst könnten weiterhin Gottesdienste und Veranstaltungen in der Kirche stattfinden. „Wenn auch derzeit Ruhe eingekehrt ist, die Schäden sind jedoch nicht zu übersehen.“ 30.000 Euro brauche man, um die Planung für eine Instandsetzung voran treiben und Förderanträge stellen zu können.

Die Sanierungsarbeiten in den beiden Kirchen seien eine große Aufgabe für den Kirchbauverein. Es gelte, Mittel dafür zu beschaffen und Menschen zu begeistern für diese Idee, um so gemeinsam Verantwortung für das bauliche Erbe zu übernehmen.

Wie Pfarrer Jens-Peter Bentzin weiter sagte, werde der Kirchbauverein „gemeinde- und konfessions-übergreifend“ wirken, denn es gehe um den Erhalt wertvoller Baudenkmäler. „Der Verein benötigt finanzielle Mittel, um wichtige Dinge anstoßen zu können“, hob Bentzin weiter hervor. Die Satzung biete alle Voraussetzung dazu.

Voraussetzung sei aber auch ein funktionsfähiger Vorstand, der aus neun Personen (zwei davon aus dem Presbyterium) gebildet werden müsse. Bedauert wurde aus der Runde, dass nur 16 Interessenten den Weg zur Gründungsversammlung gefunden hatten. Diese 16 seien nun allesamt „Gründungsmitglieder“, gab Bentzin zu verstehen.

Vorab-Vorstand gebildet

Für die Vorstandsämter stellten sich vorab Pfarrer Jens-Peter Bentzin, Wolfgang Merkwitz, Dr. Georg Dittmer und Birgit Hartmann zur Verfügung; aus dem Presbyterium kommen Dr. Dieter Niemietz und Pfarrer Wolfgang Köhne hinzu. Wer welche Aufgaben übernehmen wird, soll in einer weiteren Versammlung abgeklärt werden. „Jetzt können wir schon mal Vorarbeiten leisten“, schloss Pfarrer Bentzin die Versammlung.

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