Monschau - Der neue Heino rockt die Burg

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Der neue Heino rockt die Burg

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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In Monschau fühlt Heino sich wohl: Bei der Klassik-Aufführung vor dem Roten Haus im Sommer 2010 war er noch Ehrengast, bei den Festspielen 2013 rockt er die Burg. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Monschau. Fast 50 Jahre Showgeschäft, mehr als 50 Millionen verkaufter Tonträger, einen Bekanntheitsgrad von sagenhaften 99 Prozent: Heino ist mehr als ein fester Bestandteil der deutschen Musiklandschaft.

Der Volkssänger (74), der in Bad Münstereifel lebt und daher auch eine besondere Beziehung zur Eifel unterhält, hat es im hohen Alter in der Musikszene noch richtig krachen lassen. Mit seiner am 1. Februar neu erschienen CD „Mit freundlichen Grüßen“ ein Volltreffer gelungen. Seine Coverversionen bekannter deutscher Pop-Klassiker jüngeren Datums hätte ihm niemand zugetraut, aber der Erfolg gibt Heino recht. Erstmals in seiner Karriere stürmt mit diesem Album auf Platz ein der deutschen Charts.

Heino, das darf man in diesen Tagen unwidersprochen sagen, ist in aller Munde. Um so mehr freut es die Verantwortlichen der Monschau-Klassik 2013, dass es ihnen gelungen ist, Heino mit Band für ein Konzert auf der Burg Monschau zu gewinnen. Termin ist Freitag, 16. August, um 20.30 Uhr.

Heino war in den vergangenen Jahres bereits mehrfach in Monschau zu Gast, sowohl musikalisch als privat. Seine immer wieder ins Gespräch gebrachte Eröffnung eines Cafes in Monschau dürfte aber im Moment etwas in den Hintergrund treten, denn der Sänger hat kaum noch Termine frei...

Die schwarze Sonnenbrille ist seit Jahrzehnten sein Markenzeichen – ab sofort kommt der schwarze Totenkopfring dazu, seit Heino Anfang 2013 seine gewohnten musikalischen Pfade verlassen hat und mit einem Projekt überrascht, das Tradition und Zeitgeist vereint. Das Album „Mit freundlichen Grüßen“ ist Heinos Hommage an die deutsche Popmusik.

Insgesamt hat er sich ein gutes Dutzend neuer deutscher Pop-Klassiker vorgeknöpft und neu eingesungen. Heino wagt sich an Nummern aus allen Genres heran, sei es Pop (Haus am See, Gewinner, Leuchtturm), Rock (Junge, Ein Kompliment), Hard Rock (Sonne, Augen auf) oder sogar HipHop (MfG, Liebes Lied).

Heinos unverwechselbare Stimme und seine einzigartige Intonation reichen vollkommen, um den Titeln den eigenen Stempel aufzudrücken. Instrumental und kompositorisch bleiben Heinos Versionen dagegen sehr nah an den Originalen. Die Treue zu den ursprünglichen Arrangements sind gleichzeitig auch ein Indiz für die Wertschätzung, die Heino den Songs gegenüber verspürt. Die Songauswahl ist nicht zufällig entstanden oder einem Zeitgeist unterworfen. „Mit freundlichen Grüßen“ enthält ausschließlich Lieblingssongs.

Wer volkstümliche Klänge oder Schlager erwartet, wird überrascht sein. Die Produktion klingt zeitgemäß. Der kräftige Schlagzeugsound ist fällt auf, elektronische Songanteile werden mal durch Bläsersätze, mal durch stärker-betonte Backing-Vocals oder auch mal mit der Hammond-Orgel substituiert. „Mit freundlichen Grüßen“ ist frei von Peinlichkeiten, und man spürt auf der ganzen Platte, wie viel Spaß der Sänger mit den Songs hat und so akzeptiert man die paradoxe Klangwelt dieses einzigartigen Albums ohne Murren.

Wer sich schon mal gefragt hat, wie ein Rammstein-Stück von Heino gesungen klingen mag, der sollte sich im Vorverkauf eine Karte für das Monschau-Konzert (39 bis 49 Euro sicher.

Der Vorverkauf hat Anfang der Woche begonnen. Tickets gibt es bei der Monschau-Touristik, Tel: 02472/8048-0 oder unter www.monschau-klassik.de

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