Nordeifel - Der neue Heimatkalender hält die Verbindung

Der neue Heimatkalender hält die Verbindung

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Nordeifel. Druckfrisch, im neuen Layout und mit verändertem inhaltlichen Aufbau liegt pünktlich zum Spätherbst wieder das Jahrbuch des Monschauer Landes vor.

Der Geschichtsverein des Monschauer Landes als Herausgeber verlangt dem treuen Leser ein wenig Anpassung ab, ansonsten aber findet er im „Heimatkalender” die bewährte Mischung aus Geschichte, Volkskunde und Erinnerungen vor.

Auf gut 250 Seiten, davon 60 Anzeigenseiten, bietet das im Weiss Verlag, Imgenbroich, erschienene Jahrbuch in einer Auflage von 4500 Exemplaren zum Freundschaftspreis von 4,80 Euro eine Fülle von Informationen rund um die Heimat.

In diesem Heimatbuch im besten Sinne die Identität der Eifeler zu bewahren und stärken, so verstehen die Verantwortlichen ihren Auftrag. Auch hier gibt es einige Veränderungen.

Nach zwölfjähriger Tätigkeit hat Redaktionsleiterin hat Helga Giesen aus Roetgen im vergangenen Jahr diese Verantwortung an Gabriele Harzheim (Vossenack) und Stefan Wunsch (Nideggen) übertragen und freute sich jetzt, diese Aufgabe „in gute Hände” gegeben zu haben.

Und noch eine Neuerung ist mit dem Jahrbuch 2010 verbunden, denn die 38 Jahre währende Kooperation mit dem Kreis Aachen, der nach der kommunalen Gebietsreform mit Beginn des Jahres 1972 die Publikation kontinuierlich förderte, geht zu Ende. In der Städteregion als neuer Verwaltungsstruktur aber steht einer weiteren Zusammenarbeit nichts im Wege.

So wird der Heimatkalender als weiterhin seine Funktion als „Bindeglied des Altkreises Monschau” erfüllen, wie Verlagsleiter Alexander Lenders vom Weiss Druck Verlag jetzt bei der Präsentation des jüngsten Jahrbuches in der Gaststätte Küpper in Widdau formulierte. Der Heimatkalender gehöre zu den ältesten Publikationen des Hauses Weiss und sei ein „Volksbuch für Jedermann”, aber auch ein Geschichtsbuch, durch das der alte Kreis Monschau weiterlebe.

Der etwas dunkel gehaltene Titel lässt es zwar nicht unbedingt vermuten, aber es kommt ab jetzt mehr Farbe ins Buch. Auch werden wieder (ausgewählte) Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt besprochen, und neu ist auch Rubrik „Gesucht - gefunden.” Hier findet der Leser Abbildungen alter Eifelhäuser, die bisher nicht zugeordnet werden konnten, erläuterte Redakteurin Gabriele Harzheim die neue Konzeption des Jahrbuches.

Jahrbuch-Redakteur Stefan Wunsch versprach, dass man auch weiterhin darauf achten werde, dass das Jahrbuch „gut lesbar” bleibe. Die behutsame Modernisierung” des Erscheinungsbildes sei ein Zugeständnis an die veränderten Lesegewohnheiten.

Roetgens Bürgermeister Manfred Eis freute sich über die gelungene Gestaltung des neuen Jahrbuches, das einen hohen Wiedererkennungswert besitze.

Das Jahrbuch lasse jedesmal „die Wurzeln der Eifeler deutlich werden,” bemerkte Hans-Josef Hilsenbeck, der neue stellvertretende Städteregionsrat. Somit sei der Heimatkalender auch „ein wertvolles Buch”.

Dr. Bernd Läufer, der stellvertretende Vorsitzende des Geschichtsvereins, bestätigte, dass das Jahrbuch durch die Veränderung, die den Leser aber nicht überfordere, eine Steigerung der Attraktivität erhalten habe. Es sei ein Anliegen, mit der Publikation alle zu bedienen, „die sich der Region verbunden fühlen”.

Großen Raum im neuen Jahrbuch nehmen Beiträge über die Elektrifizierung des Kreises Monschau (Kurt Mertens), die Kreuze rund um Schmidt (Engelbert Donnay) oder auch über die Entstehung von Familiennamen im Monschauer Land (Günter Krings) ein. Einen längeren Beitrag widmet Hans-Gerd Lauscher dem Thema Stadt-Ansichten, wo er sich mit Veränderung des Monschauer Stadtbildes beschäftigt.

Aus der Sammlung des Autors stammt auch das Titelbild, das eine bisher nicht bekannte Ansicht der Torburg Monschau zeigt. Es handelt sich um eine Lithografie des belgisches Malers Paul Lauters aus dem Jahre 1867. Die Arbeit entstand bei einem mehr oder weniger zufälligen Ausflug nach Monschau. Die aus dem Jahr 1300 stammende Torburg wirkt auf der Darstellung noch weitaus mächtiger, zeigt aber auch bereits deutliche Anzeichen des Verfalls. Dem Vergleich zum heutigen Erscheinungsbild der Torburg kann sie dennoch gut standhalten, findet Hans-Gerd Lauscher, der kritisch anmerkt, dass „durch eine umstrittene Restaurierung und ein dauerhaft installiertes Metallgerüst die Torburg bis zur Unkenntlichkeit verstellt ist”.

Das Jahrbuch wird traditionell abgerundet durch den Jahresrückblick (Helga Giesen) und einen Werbeblock. Im Anzeigengeschäft war Herbert Baltus erfolgreich, und diese Rubrik ist schließlich auch jedesmal eine Facette vom Spiegelbild des Monschauer Landes.
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