Rurberg - Der neue Antoniushof: Kollektive Superleistung am Rursee

Der neue Antoniushof: Kollektive Superleistung am Rursee

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
antoniusbild-helfer
Unverzichtbare Stützen beim Bau des Antoniushofes Rurberg; Erwin Lutterbach, Josef Bongard, Josef Müllejans und Christoph Nellessen (v. li.)

Rurberg. Viele Rurberger werden sich vielleicht noch daran erinnern, als sie im Herbst 2007 im Halbdunkel der etwas abgestandenen Räumlichkeiten des 50 Jahre alten Antoniushofes zusammen kamen und die Gemeinde Simmerath ihre forschen Pläne für den Ausbau zum „sozio-kulturellen Zentrum” vorstellte.

Damals hätten wohl nur wenige für möglich gehalten, dass hier Anfang 2009 schon Karneval gefeiert würde.

Am Freitagnachmittag nun wurde die Premium-Adresse, direkt am romantischen Rurseezentrum gelegen, offiziell eröffnet. Wer hier ein privates Fest feiern möchte, muss lange vorausplanen. Bis Ende des Jahres sind die Wochenendtermine praktisch komplett ausgebucht.

Die Eröffnungsfeier mit rund 100 Gästen war nicht nur ein großer Tag für Rurberg, sondern auch für Bürgermeister Hubert Breuer, der zu Beginn seiner Amtszeit die Tourismusförderung zur Chefsache erklärte hatte. Mit der Sanierung des Antoniushofes sei ein weiterer wichtiger Abschnitt in der Fortentwicklung der Rursee-Region vollzogen worden.

Hubert Breuer räumte aber auch seine anfänglichen Zweifel am Gelingen des Projektes ein. Im Laufe der Umsetzung aber sei die Homogenität unter den Ortsvereinen gewachsen, die mit 100 ehrenamtlichen Helfern 14.000 Stunden Eigenleistung erbrachten.

Selbst eine Kostensteigerung des Projektes von ursprünglich kalkulierten 728.000 Euro auf 900.000 Euro wurde verkraftet, denn das Land, dass die Maßnahme mit 80 Prozent förderte, legte noch einmal kräftig nach. Pünktlich zur Eröffnung überbrachte Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar den Nachförderungsbescheid in Höhe von 250.000 Euro. Diese Ausnahmeregelung sei nur deshalb getroffen werden, weil der ehrenamtliche Einsatz vor Ort in hohem Maße anerkannt worden sei.

Nun, nachdem das Projekt abgeschlossen sei, könnten sich die Rurberger auch gerne wieder von der Bezeichnung „sozio-kulturelles Zentrum” trennen und wieder zum angestammten Namen zurückkehren, schmunzelte der RP.

Von einem „weiteren Juwel” in der Eifel sprach Kreisdirektor Helmut Etschenberg. Rurberg habe seine Chancen, die durch den Nationalpark eröffnet worden seien, genutzt. Der Antoniushof stehe „genau am richtigen Platz.”

Bürgermeister Hubert Breuer habe damals die Zeichen der Zeit erkannt, und Etschenberg sah den Antoniushof als einen weiteren Baustein auf dem Weg zum großen Ziel, „dass die Eifel Naturerlebnisregion Nummer eins wird.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert