Der März lässt die Eifeler noch einmal heftig frieren

Von: kjl
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Zum Teil noch heftige Schneefälle gab es im März 2010. Entsprechend der Lasten waren die Auswirkungen im Wald. Im Nationalpark Eifel mussten einige Wege gesperrt werden. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Summa summarum konnte sich der erste Lenzmonat so gerade noch sehen lassen. Leider fehlten aber die länger andauernden Frühlingstage. Viele Tiefdruckgebiete zum Monatsbeginn gaben einen Vorgeschmack auf vorgezogene Aprillaunen.

Mit einer kalten ersten Monatshälfte - Schnee und Frost wollten gar nicht weichen - und ersten warmen Tagen ab dem 17. März wurde dieser Brückenmonat zwischen Winter und Frühjahr seiner Aufgabe gerecht.

Mit einer Abweichung von vier bis fünf Grad war die Witterung bis zur Monatsmitte eher winterlich. Über die zugefrorene Ostsee drang mit einer östlichen Strömung immer wieder Polarluft bis in die Eifelregion. Noch vom 6. bis zum 13. März lag in Kalterherberg eine Schneedecke bis maximal 18 cm.

Am 6. März lag der gesamte Kreis unter einer dicken Flockendecke (auch in Aachen 3 cm). Die kältesten Nächte unter -10 Grad wurden dann über den Schneedecken vom 7. bis 10. abgelesen: Mützenich -10 Grad, Simmerath-Strauch -11 Grad, Perlenbachtalsperre -13 Grad, Höfen und Kalterherberg -15 Grad. Am Erdboden wurde in Kalterherberg der zweitkälteste Märzwert seit Gründung der Station im Jahre 1990 registriert: -20,0 Grad am 8. März (2006 sogar -20,7 Grad). Mit 11 bis 15 Frostnächten gehörte dieser März zu den „heizungsunfreundlichen” Monaten.

Zum Glück drehte das Wetter im letzten Monatsdrittel und endlich konnte man Frühlingsluft schnuppern. Am 21. stiegen die Thermometer sogar bis auf 21 Grad im Raum Aachen (Alsdorf-Warden sogar 21,9 Grad).

In der Summe aller Temperaturen blieb der März aber ein wenig zu kalt (Mittelwert in Aachen 6,0 und in Monschau-Mützenich 2,3 Grad).

Nach den trüben Wintertagen signalisierten in der zweiten Monatshälfte Wärme und Sonnenstrahlen den Aufbruch in den Frühling.

Der 14-tägige Vegetationsrückstand wurde inzwischen aufgeholt. Sogar an der Perlenbachtalsperre blühten nach Ostern bereits die ersten Narzissen auf den Südhängen.

Auch die Schwalben kamen am 2. April so früh wie seit fünf Jahren nicht mehr. Am 31. März wurde der erste Frühlingssturm mit verbreiteten Böen der Stärke acht bis neun notiert. Schäden wurden allerdings nicht bekannt.

Wie üblich zum Abschluss der Blick auf die meist negative Niederschlagsbilanz des Monats (10-35 Prozent weniger als im Mittel). Nur zwischen Roetgen und der Kalltalsperre fielen am 20. März innerhalb von 24 Stunden große Regensummen von 17-22 l/qm.

Die trockensten Orte im Kreis Aachen waren Aachen und Eschweiler mit 56 l/qm. Der meiste Niederschlag fiel an der Perlenbachtalsperre mit 105 und in Roetgen mit 101 l/qm.

Die warmen Tage nach Ostern waren allerdings wieder nur eine kurze Episode.

An diesem Wochenende kann es bei Tageswerten von fünf bis zehn Grad wieder Nachtfröste bis in die Niederungen geben. Also höchste Vorsicht in den Frühstunden mit Sommerreifen oder in den Gärten mit empfindlichen Beetpflanzen.

Sonnenscheindauer im März höher als normal

Besonders an der Sonnenscheindauer ist der Wolkenstau an der Nordseite der Eifel im Bördenland ablesbar. Insgesamt aber ließ sich die Sonne im März 10 bis 20 Prozent öfter sehen als normal.

Hier einige Summen und die Abweichung vom Märzmittel:

Mützenich 114 Stunden, Kalterherberg 130 Stunden, Aachen 135 Stunden (118 Prozent), Eschweiler 142 Stunden (120 Prozent) und Windpark Schöneseiffen 147 Stunden.

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