Nordeifel - Der lockere Pulverschnee enthielt nicht viel Wasser

Der lockere Pulverschnee enthielt nicht viel Wasser

Letzte Aktualisierung:
talsperrebild
Der Uberlauf an der Perlenbachtalsperre muss immer eisfrei bleiben. Talsperrenwärter und Wassermeister Joachim Dankwardt hat die Anlage im Blick. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Nach den letzten Tagen mit einer geschlossenen Schneedecke bei eisigen Temperaturen hätte man mit einsetzendem Tauwetter erhöhte Zuflüsse in die Talsperren der Nordeifel erwartet.

Dies ist aber nicht der Fall, wie der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) jetzt mitteilt. Erhöhte Niederschläge führten im Dezember zu einem kleinen „Weihnachtshochwasser” mit Zuflüssen in das Nordeifel-Talsperrensystem von bis zu 60 Kubikmetern pro Sekunde. Deshalb wurde die Abgabe in die Rur zeitweilig auf 25 Kubikmeter pro Sekunde erhöht, um den Hochwasserschutzraum der Rurtalsperre freizuhalten.

Dann setzte aber erst nach dem Jahreswechsel wieder etwas Niederschlag in Form von Schneefall ein. Sehr kalte Luft-massen sorgten im Gegensatz zu Temperaturen um den Gefrierpunkt jedoch dafür, dass sich nur sehr kleine Schneeflocken bilden konnten.

So zog sich eine optisch zwar ansehnliche weiße Decke über die Landschaft, die aber aus sehr lockerem und wasserarmem Schnee bestand: Etwa 15 cm Schneehöhe enthielten nur 1,8 bis 5,2 Liter Wasser pro Quadratmeter. Eine Witterungslage mit vielen Sonnenstunden sorgte zudem noch für eine starke Verdunstung des Schnees.

Die Zuflüsse zu den Talsperren blieben deswegen trotz des Tauwetters wassermengenwirtschaftlich ohne Belang. Hinzu komme, so der Verband weiter, dass ein Temperaturanstieg wie der jetzige um diese Jahreszeit häufig mit starken Niederschlägen verbunden sei.

Aber auch dies ist aktuell nicht der Fall. Im Moment fließen dem Talsperrensystem deshalb nur etwa 8 Kubikmeter pro Sekunde zu bei einer Abgabe von 6 Kubikmetern.

Die Zuflusstendenz ist sogar fallend, sodass am Wochenende sogar die Zuflüsse unter die Abgabe fielen. Für den WVER bedeutet dies, dass in seinen Stauanlagen noch genügend Speicherraum für im Frühjahr zu erwartende Niederschläge vorhanden ist. Diese Niederschläge werden dann als Vorrat für die abflussarme Jahreszeit aufgefangen.

Die Oleftalsperre ist mit derzeit 10,6 Millionen Kubikmetern (Vollstau: 19,3 Millionen Kubimeter) für die Jahreszeit leicht unterdurchschnittlich gefüllt, gleiches gilt auch für die Urfttalsperre mit 13,1 Millionen Kubikmetern (Vollstau: 45,5 Millionen Kubik-meter).

Durchschnittlich gefüllt ist die Rurtalsperre Schwammenauel mit 149,7 Millionen Kubikmetern (Vollstau: 202,6 Millionen Kubikmeter). Überdurchschnittlich ist der Füllstand der Wehebachtalsperre mit 15,9 Millionen Kubikmetern (Vollstau: 25,1 Millionen Kubikmeter).
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert