Der Laufenbach will nicht so wie die neuen Leitungen

Von: Robert Flader
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Die Arbeiten an der Laufenstra
Die Arbeiten an der Laufenstraße schreiten voran. Doch nicht alle Häuser können an die Gasleitungen angeschlossen werden. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Zuerst war da der Bach, der Laufenbach, der durch Monschau führt. Dann kamen, Ende des vergangenen Jahres, die Gasleitungen hinzu. Und nun geht es darum, beides miteinander in Einklang zu bringen. Und das ist schwieriger als gedacht.

Als im Herbst 2011 die Gasarbeiten in Höhe des Rathauses begannen, war kaum absehbar, dass im Zuge des großangelegten Bauprojekts im Auftrag der Stolberger EWV (Energie- und Wasserversorgung) einige Häuser entlang der Laufenstraße keinen Anschluss an die neuen Leitungen erhalten, vor allem nicht die, die in zweiter Reihe liegen. Der Bach will, kann man sagen, nicht so wie die Leitungen.

Und das hat ganz einfach technische Gründe, die erst mit der Zeit, als die Bauarbeiten in die Altstadt vordrangen, im wahrsten Sinne zutage getreten sind. Diese Problematik hatten sich die Projektpartner sicher anders vorgestellt, lässt sich aber beheben, denn die Bauarbeiten nach wie vor in vollem Gange.

Der aktuelle Sachstand ist, dass die EWV gerne möglichst alle noch nicht erreichten Häuser an die Gasleitungen anschließen will, es aber nicht so ohne weiteres kann. „Es gibt zwei Möglichkeiten”, sagt EWV-Pressereferentin Yvonne Rollesbroich. „Entweder stellen wir die Anschlüsse oberhalb über eine Brücke mit Rohren her, oder die Leitungen werden unterhalb des Baches verlegt.” „Können” hätte sie sagen können, denn die Entscheidung liegt nicht alleine in den Händen der EWV. Wenn es um Arbeiten rund um das Bachbett geht, ist die Untere Wasserbehörde der Städteregion zuständig.

Die Gespräche mit der Gewässeraufsicht würden „laufen”. Ein Zeitpunkt für eine Entscheidung sei noch nicht absehbar, auch bei der Städteregion zeigt man sich „ergebnisoffen”, hieß es aus der Zollernstraße in Aachen, dass in Sachen Laufenbach der richtige Weg noch nicht gefunden ist.

Unterdessen gehen die Arbeiten in der Altstadt weiter, die Kopfsteinpflaster werden der Reihe nach aufgerissen und die Leitungen weiter verlegt.

Im Grunde geht es um die Frage, ob die Wasserbehörde den Plänen der EWV zustimmen wird oder nicht, denn sie hat das letzte Wort in Sachen Bach. „Wir würden natürlich gerne jeden Anschluss herstellen”, sagt Yvonne Rollesbroich. Die Untere Wasserbehörde war zu einer Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.

Bis ein endgültiges Machtwort in Sachen Gasleitungen gesprochen wird, wird erst ein Mal noch einiges Wasser den Laufenbach herunterfließen.
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