Staukarte

Der „Fremdenverkehr“ hat ausgedient

Von: Günther Sander
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Das neue Führungs-Trio der Roetgen-Touristik mit Stamos Papas, Dr. Georg Dittmer und Bernhard Müller (von links) möchte Roetgen auch als Urlaubs- und Erholungsort auf Erfolgskurs bringen. Foto: Günther Sander

Roetgen. Obwohl bei der Roetgen-Touristik seit einigen Jahren keine Hauptversammlungen und Vorstandssitzungen mehr stattgefunden haben, könne man, was die Aktivitäten betreffe, nicht von einem „Dornröschenschlaf“ sprechen, war bei der Jahreshauptversammlung im „Eifelkeller“ der Roetgen-Therme vom Vorsitzenden Dr. Georg Dittmer zu hören.

„Nicht nach Wunsch gelaufen“

In seinem Bericht klang an, dass nicht immer alles nach Wunsch gelaufen sei. „Das soll sich nun ändern, besser werden“, kündigte Dittmer an. Obwohl der Vorstand ehrenamtlich tätig sei, habe er sich viel vorgenommen. Dr. Dittmer, der lange Jahre quasi als „Alleinunterhalter“ die Roetgen-Touristik auf Vordermann gehalten hat, erhielt von der Versammlung ein dickes Dankschön fürs seinen bisher unermüdlichen Einsatz und das große Engagement zum Wohle Roetgens.

Georg Dittmer erwähnte, dass man neben der Unterstützung der Beherbergungsbetriebe, Gastronomie sowie der Ausschilderung der Wanderwege das Augenmerk auf die Verschönerung der Roetgener Ortsteile gelegt habe und auch weiter tun werde. Bei der touristischen Beratung werde die Pflege einer aktuellen Homepage und die persönliche Vermittlung von Gästen an Beherbergungsbetrieben zu den speziellen Aufgaben zählen.

In Zusammenarbeit mit dem „Roetgener Info-Point“ würden zudem telefonische Auskünfte (auch per E-Mail) über touristische Belange erteilt. Georg Dittmer vergaß nicht, die geführten Wanderungen um Roetgen, durch das belgische Venngebiet und auch durch den Nationalpark Nordeifel zu erwähnen. Vier Dorfrundgänge seien für Besucher in Roetgen ausgeschildert, Wanderanleitungen dazu lägen vor.

Erfreulich wertete Dr. Dittmer die touristischen Angebote, insbesondere die an Ferienwohnungen und -häusern. „Das hat zu einer stetigen Zunahme der Übernachtungszahlen in Roetgen geführt“, bilanzierte er. Man dürfe sich glücklich schätzen, drei große Hotels, eine Vielzahl von Pensionen und Ferienwohnungen anbieten zu können. Der Vorsitzende hofft, mit dem neuen Gesamtkatalog der Betriebe zu Beginn des Jahres wieder attraktive Angebote in Roetgen präsentieren zu können.

Die Pflege und Ausschilderung von Wanderwegen sei ihm ein weiteres großes Anliegen, so Dr. Georg Dittmer. „Wir sind stets bestrebt, Roetgen als einen ruhigen und preiswerten Urlaubsort im Nationalpark Nordeifel und als Randgemeinde zum Nationalpark Eifel darzustellen“, machte er deutlich.

Vorstand aufgestockt

Kontrovers diskutiert wurde ein eingebrachter Antrag auf Änderung der Satzung, da nicht alle Mitglieder davon unterrichtet worden waren und das Vorhaben nicht kennen würden. Unter anderem soll eine Modernisierung des Begriffes „Fremdenverkehr“ („Aus dem letzten Jahrtausend“, so eine Zwischenbemerkung) durch fürderhin „Touristik“ oder „Tourismus“ ersetzt werden.

Neu auch, dass der Vorstand künftig aus dem Vorsitzenden, zwei Stellvertretern und bis zu drei Beisitzern bestehen soll. Diese Neuregelung wurde bei den anstehenden Vorstandswahlen bereits praktiziert. Mit neun Ja-Stimmen und bei vier Enthaltungen wählte man Dr. Georg Dittmer wieder an die Spitze der Roetgen-Touristik. Seine beiden Stellvertreter sind nunmehr Bernhard Müller und Stamos Papas.

Der Vorstand wählt aus seinen Reihen einen Kassenwart. Dr. Georg Dittmer zeigte sich erfreut darüber, mit Müller und Papas zwei kompetente Stellvertreter erhalten zu haben. Das „Führungs-Trio“ könne sich nunmehr eine Vielzahl von bevorstehenden Aufgaben teilen und in Angriff nehmen. Stamos Papas hob hervor, wie wichtig es sei, Kooperation mit der Gemeinde Roetgen zu praktizieren. „Eine gute Vermarktung muss funktionieren und forciert werden“, sagte er. Es komme nun darauf an, dass der angestrebte „Neustart“ spürbar und gelingen werde. Roetgen habe gerade an Unterbringungsmöglichkeiten große Vielfalt zu bieten.

Bernhard Müller möchte, „dass Wanderer, Radfahrer und Urlauber nicht nur kurz durch Roetgen wandern oder fahren. Wir müssen ihnen aufzeigen, dass sie hier bei uns bleiben und etwas unternehmen können. Dazu gehört der Hinweis auf die vorhandenen guten Möglichkeiten.“ Das Angebots-Potenzial sei vielseitig und vielfältig, schließlich sei auch das Hinterland Belgien immer interessant.

Im Vordergrund der Vorstandsarbeit stehen die Vermittlung von Dauer- und Kurzurlaubern, Änderungen im Beherbergungs- und Gaststättenbereich sowie die Gewinnung eines Rad- und E-Bike-Verleih sowie eine gute Ausschilderung der Wanderwege in Zusammenarbeit mit dem Eifelverein.

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