Der erste Wertstoffhof kommt nach Imgenbroich

Von: Heiner Schepp
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Noch in diesem Monat wird die grüne Wiese am unteren Ende des Gewerbegebiets Konzen-Imgenbroich zur Baustelle. Unter den Leitungen des 110kV-Mastes entsteht ein Wertstoffhof mit Einbahnverkehr, Ein- und Ausfahrt und einer Reihe von Containerplätzen und Schüttflächen. Foto: H. Schepp

Monschau. Die Eifel macht den Anfang: Insgesamt vier sogenannte Wertstoffhöfe plant die AWA Entsorgung GmbH in den kommenden Jahren in ihrem Verbandsgebiet, und der erste wird noch in diesem Jahr in Imgenbroich eröffnen. Die AWA hat ein 1800 Quadratmeter großes Grundstück an der Ecke Am Windrad/An der Höckerlinie erworben, wo in den nächsten Tagen der erste Spatenstich für das „ELC Süd“ erfolgen wird.

Die drei Großbuchstaben stehen für „Entsorgungs- und Logistikcentrum“, „Süd“ bezieht sich auf das Verbandsgebiet des Zweckverbandes Entsorgungsregion West (ZEW), das dem Gebiet des ehemaligen Kreises Aachen sowie des Kreises Düren entspricht. Die Anlage in Imgenbroich wird Anlaufstelle für den Südkreis, also die Gemeinden Simmerath und Roetgen sowie die Stadt Monschau sein.

Die drei weiteren Wertstoffhöfe sind in Stolberg (ELC Mitte), im Bereich Inden für den Nordkreis Düren (ELC Nord) sowie in Nideggen für den Südkreis Düren (ELC Südost) geplant, berichtete nun Karl Rambadt, Technischer Leiter der AWA Entsorgung GmbH, im Monschauer Umweltausschuss.

Bisher kann man im ZEW-Gebiet nur an den Deponien in Warden und Horm Wertstoffe und Abfall abgeben, in Aachen betreibt die Stadt einen Wertstoffhof.

Das 1700 Quadratmeter große Grundstück im Gewerbegebiet Imgenbroich wird derzeit noch dominiert vom mächtigen Mast einer 110kV-Leitung des RWE, der in der Höhe auch bei der Errichtung des Wertstoffhofes zu beachten ist, jedoch keinerlei Probleme bereitet, wie Rambadt erläuterte. Als Gebäude sind nur die Sozialräume samt „Kassenhäuschen“ in Flachbauweise geplant; ansonsten werden weite Teile der Fläche asphaltiert und wird das gesamte Gelände von einem großzügigen Grünstreifen umgeben.

Nach der Einfahrt führt die Erschließungsstraße an diversen Containerplätzen und Schüttboxen vorbei, an denen man Wertstoffe und Abfall abladen kann. Im Einbahnverkehr geht es Richtung Ausfahrt, wobei der Weg auch für kleinere Lkw und Pkw- oder Traktor-Gespanne geeignet sein wird.

Während der Bereich mit den Containerplätzen eingezäunt werden soll und außerhalb der Öffnungszeiten verschlossen ist, werde es auch eine jederzeit zugängliche Station zur Abgabe von Altglas und Altkleidern geben, so Karl Rambadt. Eine weitere Stellfläche ist reserviert für das AWA-Schadstoffmobil, das künftig einmal monatlich auf dem Wertstoffhof zur Abgabe von Sonderabfällen bereit stehen wird.

Ein besonders wichtiges Thema für die Eifel, weiß Karl Rambadt, selbst Bürger des Südkreises, „ist der Grünabfall“. Auch diesen wird man in „normalen Mengen“ in Imgenbroich abgeben können, wobei die Abgabemöglichkeiten für Grünabfälle in den Orten bestehen bleiben sollen. „Es gilt aber, die unterschiedlichen Grünabfall-Entsorgungssysteme der einzelnen Kommunen abzustimmen“, kündigte der AWA-Vertreter an. Geplant ist derzeit, dass eine Anlieferung Grünschnitt im Kofferraum oder Pkw-Anhänger drei Euro kosten soll. Ansonsten werden für alle reinen Wertstoff-Anlieferungen keine zusätzlichen Kosten für die Bürger fällig, da die Kosten des ELC – Bau und Betrieb – über die Abfallgebühren gedeckt werden.

Lediglich gemischte Abfälle sind, wie bisher, gebührenpflichtig, zehn Euro werden im Regelfall für eine Kofferraumladung oder einen kleinen Anhänger fällig. „Genaue Regelungen für Sonderfälle wie Kleintransporter oder größere Anhänger werden erarbeitet“, kündigte Karl Rambadt an.

Fest stehen dagegen schon die Abfallarten, die künftig (über das Schadstoffmobil hinaus) im Wertstoffhof Imgenbroich abgegeben werden können. Dies sind Papier und Pappe, Altglas, Altkleider und Schuhe, Elektroaltgeräte aller Größen von der Leuchtstoffröhre bis zum Kühlgerät, kleine und große Batterien, Altholz, Kunststoffe, Schrott, Grünschnitt, Sperrmüll und Kleinmengen Bauschutt.

19 Stunden pro Woche wird der Wertstoffhof geöffnet sein, „vor allem am Freitagnachmittag und samstags von 10 bis 16 oder 17 Uhr“, ging Rambadt ins Detail.

„Damit hat das lange Warten auf einen solchen Bürgerservice ein Ende“, freute sich Gregor Mathar und hält es für wichtig, „dass die bisherigen Entsorgungssysteme, auch beim Sperrgut, erhalten bleiben. Auch Waltraud Haake sprach von einer „Aufwertung für Monschau“ und dankte AWA und ZEW, „dass Sie mit uns Eifelern üben wollen!“

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