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Den Straßenbau bezahlt, aber nichts passiert

Von: Helga Giesen
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Wie rund 20 weitere Anlieger warten Caroline und Martin Zerwas mit der kleinen Mathilde und Jörg Gutzke sowie Michael Seidel (von links) im Neubaugebiet „Im Gehaaks” darauf, dass aus der Baustraße endlich eine vernünftig ausgebaute Wohnstraße wird. Foto: Helga Giesen

Rott. Für das Neubaugebiet „Im Gehaaks” in Rott zwischen Lammersdorfer und Bergstraße wurden mit der Aufstellung des Bebauungsplans Anfang 2002 die Weichen gestellt, im Sommer mit dem Bau der Erschließungsstraße begonnen. Schon 2003 konnte der neue Kreiskindergarten bezogen werden und auch die ersten Häuser folgten schon bald.

Aber noch immer leben die Anwohner an einer Baustraße und warten auf die endgültige Fertigstellung. Diese sollte durch den Erschließungsträger Quadflieg erfolgen, sobald mehr als 70 Prozent der rund 25 Grundstücke verkauft waren, berichtete Michael Seidel (CDU) jetzt bei einem Ortstermin. Er vertritt den Rotter Wahlkreis, zu dem die Straße „Im Gehaaks” gehört, im Gemeinderat und ist derzeit Vorsitzender des Bauausschusses.

Die 70-Prozent-Marke ist längst erreicht. Zurzeit sind noch sechs Grundstücke verfügbar, ein ursprünglich angedachter zweiter Bauabschnitt ist nicht mehr aktuell. „Schon 2007 wurde uns beim Notartermin für den Kauf des Grundstücks von einem Mitarbeiter der Firma Quadflieg zugesichert, dass noch im selben Jahr mit dem Ausbau der Straße begonnen werden soll”, berichten Caroline und Martin Zerwas.

Aber darauf warteten sie vergebens. Auch das Jahr 2008 verstrich, ohne dass sich etwas tat in Sachen Ausbau. Im November hakte Jörg Gutzke per Mail beim Erschließungsträger nach und bekam als Termin den Sommer 2009 genannt.

Es fanden Gespräche zwischen Anwohnern und Verwaltung einerseits sowie Verwaltung und Erschließungsträger andererseits statt, und auch Im Bauausschuss hat es bereits mehrfach Anfragen zu diesem Thema gegeben. Auf der Sitzung am 17. Februar 2009 erklärte Bauamtsleiter Hubert Pauls dazu, dass dem Erschließungsträger für die Fertigstellung des Endausbaus eine Frist bis zum 31. Mai gesetzt worden sei.

Bisher lässt aber nichts darauf schließen, dass in absehbarer Zeit mit den Arbeiten begonnen wird, so dass wohl auch dieser Termin verstreichen wird. Immerhin haben die Anwohner bereits mit dem Kauf der Grundstücke die Erschließungskosten bezahlt, sind also schon in Vorkasse getreten für eine Leistung, auf die sie nun seit Jahren warten.

Den Ärger, für längere Zeit an einer nicht fertig gestellten Straße zu leben, kennt Michael Seidel aus eigener Erfahrung, denn der gebürtige Rotter, dessen Tochter auch den Kindergarten „Im Gehaaks” besucht, wohnt im Roetgener Neubaugebiet „Hackjansbend”.

Für die Anwohner bedeutet das unter anderem, dass sie ihre Außenanlagen vor dem Haus nicht fertig stellen können, denn weder der genaue Verlauf noch die exakte Höhe der Straßendecke sind vorher zu bestimmen. Möglicherweise müssen sogar die Einfahrten, die bereits angelegt sind, noch einmal höher gelegt werden.

Ebenso dringend wie auf den Ausbau der Straße wartet Jörg Gutzke wie viele weitere Rotter Einwohner auch auf den schnellen Ausbau einer Breitbandverkabelung. Ohne DSL laufe bei vielen beruflich kaum etwas. Insgesamt aber, darin stimmen die Familien Zerwas und Gutzke überein, lebe es sich sehr schön „Im Gehaaks”, und dazu trage auch der neue Dorfladen in Rott bei, der eine weitere Bereicherung für die Lebensqualität sei.
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