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Den richtigen Knoten haben die Kinder schnell raus

Von: ale
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Wer macht das Rennen? Auf dem Rursee machen Kinder zurzeit den Segelschein. Theoretisches Wissen und Knotenkunde sind wichtige Voraussetzungen, um selbstständig ein Boot zu steuern. Foto: Anneliese Lauscher

Woffelsbach. Auch wenn es wirklich kein Kinderspiel ist: Man muss nicht erwachsen werden, um in den Genuss des Segelns zu kommen. Die besten Beispiele dafür finden sich in Woffelsbach. Beim Aachener Bootsclub lernen Kinder segeln; zurzeit läuft eine Ferienmaßnahme, an der 51 begeisterte Kinder teilnehmen. Wie gesagt, es ist zwar kein Kinderspiel, aber ...

Das Wetter könnte besser sein an diesem trüben und völlig verregneten August-Tag. Aber den Seglern in ihrer richtigen Kleidung macht der Sommerregen nichts aus. Die Zelte haben bisher ebenfalls dichtgehalten, die Stimmung ist gut. Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Lehrgang stimmen.

Für den Segelkurs haben sich richtige Anfänger angemeldet und auch solche, die bereits Segelerfahrung haben. Zwischen sechs und 18 Jahren alt sind die Kinder und Jugendlichen, man hat fünf Gruppen gebildet.

Ein rundes Dutzend Betreuer widmet sich dem Seglernachwuchs mit Einfühlungsvermögen und Einfallsreichtum. Sie sind zumeist selbst leidenschaftliche Segler und stecken den Nachwuchs mit ihrer Freude an. Was sie lehren, ist wichtig, unter Umständen sogar überlebendwichtig auf dem Wasser. Man weiß ja nie, in welche Situationen man wie schnell gerät.

Zum Segeln, ja dazu gehört viel theoretisches Wissen und natürlich die Knotenkunde: „Den Palstek beherrschen unsere Kinder im Schlaf”, sagt Mona Offermanns, die Jugendwartin. Und was man in der Theorie gelernt hat, dürfen die Nachwuchssegler dann auch gleich selbst ausprobieren. Den richtigen Knoten jedenfalls haben sie schnell raus.

Gemeinsam werden die Boote fertig gemacht und ins Wasser gebracht. „Optimist” heißt der kleinste Typ Segelboot, er ist leicht und wendig und daher besonders für Kinder geeignet. Die Fortgeschrittenen fahren den „Pirat”, das ist ein Zwei-Mann-Schiff mit mehreren Segeln, da kann man lernen, mit dem Spinnacker zu segeln, einem bauchigen Vorsegel, womit man optimal vor dem Wind segelt.

Sie können es kaum erwarten, endlich loszufahren, wenn der Letzte sein Boot im Wasser hat. Schwimmwesten sind Vorschrift, die DLRG ist immer in der Nähe. Auf dem Rursee ist es nie langweilig, rasch kann der Wind wechseln, und man muss sich immer wieder auf neue Situationen einstellen. „Wenn man am Rursee segeln kann, kann man überall segeln”, sagen viele erfahrene Skipper über das Nonplusultra der regionalen Gewässer.

Mutig fahren die Kids los, ihre Boote heißen „Grautvornix”, „Tümmler” oder „Tabaluga”. Manche Kinder haben direkt das „Bootgefühl”, wie Mona Offermanns es nennt, bei anderen dauert es länger, bis sie mit dem Wind umgehen können.

Vorfahrtsregeln werden einstudiert, Wenden und Kentern werden geübt. Alle sind mit Begeisterung dabei, und heute werden sie wohl den „Jüngsten-Segelschein” bekommen. Und das, ja das ist dann vermutlich wirklich nur noch ein Kinderspiel.
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