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Demografischer Wandel: Früh handeln, um Chancen zu nutzen

Von: Udo Kals
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Aachen. Schnell sind angesichts des demografischen Wandels Schreckensgemälde mit Fachkräftemangel, Kampf der Generationen oder Verödung ganzer Straßenzüge als nur wenige von vielen Beispielen an die Wand geworfen.

Doch dem hält Dr. Nina Mika-Helfmeier entgegen, dass „der demografische Wandel keine unüberwindbare Katastrophe ist, er birgt auch Chancen”. Zumindest wenn rechtzeitig gehandelt wird.

Und so lädt die Leiterin der städteregionalen Stabsstelle für Kultur, empirische Forschung und Gleichstellung mit zahlreichen Kooperationspartnern zum ersten Demografie-Forum ein, das in der Folge jährlich stattfinden soll. Das Ziel: Neben einer Standortbestimmung sollen in fünf Arbeitskreisen zu den Themen Generationen, Bildung, soziale Infrastruktur, Arbeit und Wirtschaft sowie Mobilität, Stadtplanung und Wohnung Herausforderungen ermittelt und Fahrpläne für den Weg in die Zukunft erarbeitet werden.

Wie muss eine demografiefeste Bildungslandschaft strukturiert sein, wie kann ein Miteinander von Jung und Alt gestaltet werden, wie müssen sich Wohlfahrtsverbände und Gesundheitwesen aufstellen, wie kann das brachliegende Potenzial unter Studienabbrechern besser genutzt werden, wie reagieren Stadtplaner auf die neuen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft - das sind nur einige Fragen, die beantwortet werden sollen und den Verantwortlichen wichtige Erkenntnisse geben können. Wobei nach Erkenntnissen von Mika-Helfmeiers Stabsstelle die regionsangehörigen Kommunen unterschiedlichen vom demografischen Wandel betroffen sein werden.

Während die Prognose für Aachen, Baesweiler, Herzogenrath, Roetgen und Würselen bis 2030 von einer Bevölkerungszunahme ausgeht, werden die anderen Städte und Gemeinden sinkende zahlen zu verkraften haben.

„Wir wissen, dass das Thema komplex ist und nicht eindimensional betrachtet werden darf. Daher richten wir unser Augenmerk bei dem Forum bewusst auf die Schnittstellen, um möglichst übergreifende Antworten zu finden”, sagt Mika-Helfmeier und fügt an: „Das Wissen, die Kompetenz und die unterschiedlichen Blickwinkel vieler regionaler Akteure wurden zur Vorbereitung der Workshops gebündelt.” Diesen Ansatz unterstützt beispielsweise Andrea Hilger von der Agentur für Arbeit: „Wir brauchen wirklich alle, da kein Akteur alleine etwas bewegen kann.”

Interessierte können sich noch anmelden

Wer am kostenlosen Demografie-Forum teilnehmen möchte, kann sich noch bis Montag, 19. September, unter der E-Mail-Adresse jessica.lerche@staedteregion-aachen.de anmelden. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 21. September, von 14 bis 19 Uhr im Haus der Städteregion, Zollernstraße 10 in Aachen statt. Moderiert wird das Forum von Prof. Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung.

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