Simmerath - Dem Ortsvorsteher wird übel mitgespielt

Dem Ortsvorsteher wird übel mitgespielt

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Das Theaterensemble der Simmerather Feuerwehr präsentiert sich zum 88. Stiftungsfest als liebenswürdige Chaotentruppe: Um den Ortsvorsteher Schröder (zweiter von links) fliegen auf der Bühne die Fetzen. Foto: Manfred Schmitz

Simmerath. „Die Handlung ist frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen wäre demnach rein zufällig!” Eines solchen Hinweises, bekannt aus Drehbüchern oder Filmskripten, bedurfte diese Premiere nicht.

Denn die rund 170 am Samstagabend im Simmerather Saal Wilden erschienenen Besucher des dörflichen Schwankes „Die Gedächtnislücke” wussten aus eigener Erfahrung: So geht es im Simmerather Rathaus gottlob nicht zu, wenn auch auf der zur Amtstube umgebauten Bühne der mit Wahrnehmung seiner Aufgaben offenbar hoffnungslos überforderte und verwirrte Ortsvorsteher Franz Schröder, (bestechend glaubhaft dargestellt von Hans-Josef Schröder) für absolutes Chaos und heftige Turbulenzen sorgt.

Und das alles unter dem eher gütigen Blick seines - persönlich im Publikum anwesenden - „obersten Dienstherrn” Hubert Breuer, der mit großformatigem Farbkonterfei allgegenwärtig von einer Bürowand seines problembeladenen „Kollegen” grüßt. Ähnlichkeiten dennoch zufällig...

Mit der Erstaufführung des Dreiakters von Bernd Gombold eröffnete das Theaterensemble der Löschgruppe in Simmeraths Freiwilliger Feuerwehr das 88. Stiftungsfest. Werner Graff begrüßte im Namen des Fördervereins die Anwesenden, unter ihnen die Ehrenmitglieder Erich Heinen und Viktor Peters sowie Pfarrer Leo Kerbusch.

Für die rechte Einstimmung auf vergnügliche Abendunterhaltung sorgte der Spielmannszug der Wehrleute mit forschen Marschklängen und unter seinem Dirigenten Guido Hermanns. Seit Beginn der Einstudierung von Texten und Szenen, Ende Oktober 2008, absolvierte die Theatertruppe 19 Proben. Regie führte Stefan Haas, der auch in der Rolle des abgehobenen und liebestollen Professors Gottlieb zu erleben ist.
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