Schleiden - Dem „Eifelgold” fehlt die Blütenpracht

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Dem „Eifelgold” fehlt die Blütenpracht

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
Tristes Bild auf der Dreiborne
Tristes Bild auf der Dreiborner Hochfläche: Der in diesem Jahr zu großen Teilen verdorrte Ginster in der Eifel. Foto: auf der Dreiborner Hochfläche: Der in diesem Jahr zu großen Teilen verdorrte Ginster in der Eifel.

Schleiden. Was für das Perlenbachtal die Narzissenblüte ist, ist für die Dreiborner Hochfläche die Ginsterblüte. Jedes Jahr Ende Mai schüttet das Eifelgold seine verschwenderische Blütenpracht vor allem auf den Offenlandflächen des Nationalparks Eifel aus, doch Wanderern und Naturfreunden ist nicht entgangen, dass die Blüte in diesem Frühjahr deutlich dezimiert ist.

Wo sich sonst das gelbe Meer der Blüten ausbreitet, trifft man in diesem Jahr häufig auf schwarze abgestorbene Büsche, die mit Sicherheit nie mehr eine Blüte tragen werden.

Enttäuschte Wanderer, die den vom Nationalparkforstamt ausgerufenen „Monat des Eifelgoldes” erleben wollten, meldeten sich in unserer Redaktion und berichteten, dass von Ginsterblüte noch keine Rede sein könne. Lediglich entlang der Urfttalsperre blühen die Sträucher in den etwas geschützteren Lagen in voller Pracht.

Dreiborner Hochfläche betroffen

Dass die Ginsterblüte auf der Dreiborner Hochfläche diesmal eher dürftig ausfallen wird, kann auch Malte Wetzel vom Nationalparkforstamt bestätigen, wenngleich er den Besuchern versichert: „Das Eifelgold-Erlebnis ist nicht gefährdet!” An den Südhängen blühe der Ginster, aber in den höheren Lagen müsse man in der Tat feststellen, dass eine Reihe von Ginstersträuchern „auch in größeren Bereichen” wohl als Folge des langen und harten Winters abgestorben seien. Da die Vegetation aber etwa zwei Wochen in Verzug sei, stehe die Hochblüte erst noch bevor.

Andreas Pardey, Biologe beim Nationalparkforstamt, macht sich dagegen „keine Sorgen, dass wir den Besenginster verlieren”. Es sei zwar nicht von der Hand zu weisen, dass die Blüte in diesem Jahr deutlich schwächer ausfallen werde, aber dabei handele es sich um einen natürlichen Prozess. Zum einen habe der harte Winter den Sträuchern zugesetzt, und zum zweiten würden die Sträucher nur 15 bis 20 Jahre alt. Da könne es passieren, dass gleich alte Generationen von Sträuchern auch zum gleichen Zeitpunkt in größerem Umfang absterben würden. Pardey: „Erst in zwei Wochen wissen wir, was wirklich los ist.”

Die nächste geführte Wanderung mit einem Ranger bietet das Nationalparkforstamt daher auch vorsichtshalber erst am 20. Juni an. Treffpunkt der kostenlosen Wanderung, zu der keine Anmeldung erforderlich ist, ist um 11 Uhr der Parkplatz Dreiborner Hochfläche vor Vogelsang.
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