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Das Wohl der Beschäftigten im Blick

Von: P. St.
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Der neue Komba-Vorsitzende in NRW, Andreas Hemsing (re.), und sein Stellvertreter Hubert Meyers besuchten jetzt die Gemeindeverwaltung Simmerath. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (Mi.) stattete die beiden Gäste mit einer ortsbezogenen Kopfbedeckung aus. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. In letzter Zeit haben sich Berichte darüber gehäuft, dass in der Gesellschaft gegenüber Mitarbeitern im öffentlichen Dienst eine gewisse Verrohung im täglichem Umgang eingetreten ist. Mitarbeiter werden attackiert oder sehen sich Gewaltandrohungen ausgesetzt. Solche Vorkommnisse lassen auch die Arbeitnehmervertretungen aufhorchen.

Eine dieser Vertretungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst ist die Komba-Gewerkschaft, die die Interessen von kommunalen Beamten und Angestellten vertritt.

Der Landesvorsitzende der Komba-Gewerkschaft NRW, Andreas Hemsing, besuchte jetzt gemeinsam mit seinem Stellvertreter Hubert Meyers, der seit dem 1. Juli auch neuer Vorsitzender des Gesamtpersonalrates bei der Stadt Aachen ist und hier die Verdi-Vertretung abgelöst hat, die Gemeindeverwaltung Simmerath.

Hemsing, der aus dem Münsterland stammt und seit 2016 den Landesverband führt, bezeichnete es im Kreise der Simmerather Verwaltungsspitze als eine seiner zentralen Aufgaben, den Kontakt mit den Kommunen zu pflegen. „Der Kontakt zur Basis ist unsere Stärke und verschafft uns auch einen Wissensvorsprung.“

Den Schutz und das Wohl der Mitarbeiter im Blick zu behalten, habe sich die Komba zur Aufgabe gemacht.

Rund 3000 Mitglieder in der Städteregion Aachen haben sich der Komba angeschlossen, im Simmerather Rathaus sind es 30 Beschäftigte. Der Ortsverband Monschau, dem die Kommunen Simmerath, Roetgen und Monschau nebst dem Wasserversorgungszweckverband Perlenbach angehören, besteht aus rund 90 Mitgliedern. Vorsitzender ist Manfred Prinz von der Gemeindeverwaltung Simmerath.

Andreas Hemsing hat in den zurückliegenden Jahren festgestellt, dass das die steigende Arbeitsverdichtung immer häufiger ein Thema bei den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ist. Daraus resultiere auch eine höhere Quote von Erkrankungen, insbesondere im psychischen Bereich. Die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst seien für die Komba ein dominierendes Thema. Attacken gegen Beschäftigte seien nicht akzeptabel. Daher habe die Komba jetzt ein Gutachten in Auftrag gegeben, um daraus Handlungsempfehlungen für die Kommunen abzuleiten.

Schwindender Respekt gegenüber Beschäftigten seines Hauses konnte auch der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, bestätigten. Außendienst-Mitarbeiter des Ordnungsamtes sähen sich verstärkt verbalen Attacken ausgesetzt, und in den Räumen des Sozialamtes habe man zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen eingebaut.

Das Thema Arbeitsverdichtung ist auch Bernd Goffart, dem stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Simmerath in seiner Funktion als Beschäftigter bei der Stadt Aachen, nicht unbekannt. Die Mitarbeiter in den Kommunen hätten seinerzeit ein enormes Potenzial an Überstunden bei der Bewältigung des Flüchtlingsandrangs geleistet.

Umso mehr sei es von Bedeutung, dass der gut funktionierende öffentliche Dienst auch weiterhin in seiner Funktionalität gestärkt werde, sagte der stellvertretende Komba-Vorsitzende Hubert Meyers. Dass sowohl der Simmerather Verwaltungschef wie auch seine beiden Stellvertreter Bernd Goffart und Norbert Brewer der Komba angehörten, unterstreiche, dass Gewerkschaft und Personalvertretung oft die gleichen Ziele verfolgten und daher eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wichtig sei.

Ende August wird der Komba-Landesvorstand erneut zu Gast in Simmerath sein. Die Eifel wurde als Platz für eine Klausurtagung ausgewählt.

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