Das Wetter im Januar: Regen statt Eis und Schnee

Von: kjl
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Ein Januar der Wetterextreme: Dem Schnee in Rekordhöhen folgte ein Dauerregen, der die Rur auf einen gefährlichen Pegelstand anssteigen ließ. An der Aubrücke in Monschau standen schon die Bagger parat und hätten den Brückenkopf einreißen müssen, um die Altstadt vor einer Uberflutung zu schützen. Foto: H. Schepp

Nordeifel. Ohne die dicke Schneedecke aus dem Dezember wäre der vergangene Januar noch deutlich milder ausgefallen. Am 4. und 5. Januar lagen in Höfen noch 44 Zentimeter, in den Niederungen noch bis 24 Zentimeter Schnee (Aachen).

Zum Ende der Weihnachtsferien war der Schnee im Flachland aber bereits verschwunden. Vom 20. bis 31. gab es noch einmal eine Schneedecke von 5-10 cm in den Lagen oberhalb von 500 Meter Seehöhe. Das war´s aber auch schon mit dem Januarwinter.

0,2 bis 0,4 Grad zu warm

In allen Höhenlagen fiel der zweite Wintermonat um 0,2 bis 0,4 Grad zu warm aus. Die Mitteltemperatur betrug zwischen Mützenich und Schöneseiffen 0,0 Grad und in den Niederungen des Aachener Landes 3,0 (Aachen) bis 3,3 Grad (Eschweiler und Aachen-Sief. Der absolut wärmste Januar bleibt der Januar 1975 mit 6,7 Grad in Aachen und der kälteste Januar immer noch der Januar 1963 mit -5,4 Grad.

Wie zuletzt im Januar 2008 wurden zur Monatsmitte erneut Durchschnittswerte über 10 Grad erzielt. Ausgesprochen wohltuend nach dem eisigen Dezember waren dabei die Höchsttemperaturen bei einer Föhnwetterlage am 8. des Monats mit 13,8 Grad in Eschweiler und 10,9 Grad im Höfener Südhang. Haselsträucher, Erlen und erste Schneeglöckchen blühten rund um Aachen bereits.

Nach 13 Eistagen mit Dauerfrost im Dezember folgten im Januar in Aachen nur noch drei (Hochlagen 7-10 Zentimeter).

Am Monatsende brachte Hoch Barbara endlich ein paar trockene Tage und damit auch klare Nächte und die niedrigsten Monatswerte. Der Frost reichte aber im gesamten Monat nicht zum Schlittschuhfahren. Gerade mal -5 bis -6 Grad meldete die Region Aachen. In den hoch gelegenen Tälern sank die Temperatur auf -10 bis -12 Grad am Morgen des 31. Januars. Die niedrigste Bodentemperatur über Schnee betrug -14,6 Grad in Kalterherberg.

Auch der Sonnenschein war eher unterdurchschnittlich, an 16 Tagen schien sie im Raum Aachen gar nicht. Es gab keine große Unterschiede im Kreisgebiet, wie folgende Zahlen zeigen: Kalterherberg 43 Stunden, Aachen 49, Aachen-Hörn 55 und Windpark Schöneseiffen 57 Stunden.

Die Niederschläge waren allerdings sehr unterschiedlich verteilt. Neben der zusätzlichen Schneeschmelze gab es in der Nordeifel die größten Mengen. Regen und Tauwetter lösten zur Monatsmitte eine heftige Hochwasserwelle aus. Keller wurden ausgepumpt und Talsperren füllten sich bis zum Rand. Insgesamt aber blieb die Situation unter Kontrolle und auch die Stürme hielten sich im Januar in Grenzen (Böen der Stärke 8 bis 9 am 8. Januar).

Auch der Februar ist extrem mild gestartet. Die ersten Haselnusspollen fliegen bereits, die Schneeglöckchen und Wildkrokusse blühen. Die Vorhersagekarten zeigen auch in den nächsten Tagen keinen Wechsel zu Winterwetter. Erst nach der Monatsmitte kommt neuer Frost.

Einige Niederschlagsmengen des Januar 2011 zum Vergleich: In den Höhengebieten erreichten die Niederschlagssummen von Monschau bis Kalterherberg 172 l/qm, in Höfen 162 l, in Roetgen 158 l, in Simmerath-Strauch 123 l und in Aachen-Hörn 105 l/qm. In Roetgen fielen am 12. Januar 38,4 l/qm in 24 Stunden.
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