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Das Knuddel-Kälbchen heißt „Henry”

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Josef Mangold (v.l.), Direktor des LVR-Freilichtmuseums Kommern, taufte zusammen mit Simone Lenz, Siegerin des Namenswettbewerbs, und Landwirtschaftsmeister Gerd Linden das Bullenkälbchen auf den Namen „Henry”. Foto: gte/pp/Agentur Profipress

Kommern. Das kleine Glan-Donnersberger-Bullenkälbchen aus dem LVR-Freilichtmuseum Kommern hat seit Donnerstagmorgen einen Namen: Im „Haus aus Rhinschenschmidthausen” in der Baugruppe Bergisches Land taufte es Simone Lenz zusammen mit Museumsdirektor Dr. Josef Mangold und Landwirtschaftsmeister Gerd Linden auf den Namen „Henry”.

Simone Lenz ist die Siegerin des Namenswettbewerbs, den das Freilichtmuseum ausgerufen hatte. Männliche Kälber werden traditionell auf einen Namen getauft, der den gleichen Anfangsbuchstaben wie der des Bullenvaters hat, In diesem Falle„H” wie „Helge”.

Zum Namen „Helge” und „Henry” hat Lenz eine besondere Verbindung, wie sie berichtete: „Mein Mann heißt Helge, und mein süßer, knuddeliger Hund, der vor einem Jahr gestorben ist, hieß Henry.” Da das Kälbchen ebenso knuddelig wie sei wie ihr Hund war und dazu eine ähnliche Fellfarbe habe, lag die Namenswahl nahe.

Wie Museumschef Mangold sagte, gab es mehrere hundert Namenseinsendungen mit rund 150 verschiedenen Nennungen. Die Mehrheit aber sei für Henry gewesen - unter anderem auch die Kindergartenkinder der Spielgruppe „Waldkinder”, die ihre Kindergartenzeit im Freilichtmuseum verbringen.

Mangold: „Die Waldkinder haben das Kälbchen in den vergangenen Tagen regelmäßig besucht und es schon Henry genannt. Der Kleine hat sich also sogar schon vor der Taufe an den Namen gewöhnt!” Der am 4. Januar geborene „Kleine” wird allerdings schnell wachsen, wie Landwirtschaftsmeister Gerd Linden weiß: „In einem Jahr ist er so groß wie seine Mutter Layla.”

Kurz vor dem Aussterben


Das Glan-Donnersberger-Vieh stand Anfang der 1980er Jahre am Rande des Aussterbens. Linden: „Es gab nur noch 25 dieser robusten und genügsamen Arbeitstiere, das Freilichtmuseum war dann eines der Gründungsmitglieder des Vereins zum Erhalt des Glanviehs.”

Heute gebe es wieder fast 3000 dieser Rinder, die in vergangenen Zeiten nicht nur für Kälbchen und Milch gesorgt haben, sondern die arme Bauern auch als ruhiges und kräftiges Arbeitstier vor den Karren gespannt haben. Mangold ergänzte: „Bei uns in der Schmiede kann man sogar noch Klaueneisen besichtigen, die wie Hufeisen die Tiere auf den Schotterwegen schützten.”

Auch Henry soll eines Tages vor Pflug und Ackerwagen gespannt werden. Bis dahin hat seine Patin Simone Lenz noch viel Gelegenheit, ihr „Patenkind” zu bewundern und zu füttern: Als Preis durfte sie nicht nur das Bullenkälbchen taufen, sondern bekommt ein Jahr lang samt Familie freien Eintritt in das Museum.

Mangold: „Übrigens kann man auch für andere Tiere, wie etwa für ein Huhn oder auch das fast ausgestorbene Deutsche Weideschwein, Patenschaften übernehmen, dadurch entsteht eine besonders enge Bindung zwischen Paten und jeweiligem Tier.” Der Pate übernimmt dabei für ein Jahr das Futtergeld.
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