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Das Gotteshaus als Garten

Von: js
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Kinder auf der Kanzel in der Pfarrkirche Mützenich: Im Rahmen der Aktion offene Kirchen kommt es oft spontan zu ungewöhnlichen Begegnungen. Foto: Josef Schreier

Mützenich. Kürzlich startete wieder die mittlerweile beinahe schon traditionelle Aktion „Offene Kirchen” im Stadtgebiet Monschau mit dem Abend in der St. Bartholomäus-Kirche in Mützenich.

Die Kirchen - so die Absicht der Initiatoren - sollen an diesen Abenden zu Erlebnisräumen werden. Inhalte des Glaubens oder auch Aspekte des menschlichen Daseins schlechthin sollen in einer neuen Weise dargebracht und im Kirchenraum sichtbar werden.

„Fundorte Gottes”

Die Christen in Mützenich hatten den ungewöhnlichen Einfall, die Heilsgeschichte einmal unter den Aspekt des Gartens zu stellen. Die Bibel erzählt ja, dass die Menschheit im Garten, im Paradies ihren Ursprung hatte. Diesen Garten allerdings hat der Mensch verloren und damit auch den vertrauten Umgang mit Gott. Aber warum sollte die dramatische Erzählung auf den ersten Seiten in der Bibel nicht auch umgekehrt gelten: Wenn du Gott verloren hast, suche ihn in einem Garten! Vielleicht lässt sich Gott tatsächlich im Garten finden, - sind Gärten „Fundorte Gottes”.

So war die Mützenicher Kirche als Spazierweg durch verschiedene Gärten im Verlauf der vier Jahreszeiten gestaltet worden. In jeder der vier Ecken der Kirche war eine entsprechende Gartenszene, vom Frühling bis zum Winter, gestaltet worden; am Schluss durfte sich der Besucher sogar einen leckeren Apfel mit nach Hause nehmen.

Meditative Textplakate schlossen darüber hinaus den Grundgedanken für die zahlreichen Besucher auf. Bemerkenswert war die offene und lockere Atmosphäre, die in dem ansonsten etwas streng wirkenden Kirchenraum aufkam und zu vielen spontanen Gesprächen und Begegnungen ermunterte. Auffallend war dabei die große Anzahl von Kindern, die unbefangen auch sonst nicht gern zugängliche Bereiche der Kirche „eroberten” und etwa auch die - kaum noch benutzte - Kanzel „besetzten”. Vielleicht eine symbolisch durchaus tiefgreifende Szene.

Die Aktion „Offene Kirchen” wird am kommenden Freitag, 18. März, mit gleich zwei Veranstaltungen fortgesetzt. In der Konzener Kirche lautet das Thema: „Stadt der Menschen - Stadt Gottes”. Dabei werden biblische Städte wie Babel und Ninive und andererseits Jerusalem und Nazareth als Gegensatz zwischen „Städten der Menschen” und „Städten Gottes” dargestellt. Auf diesem Hintergrund werden dann - mit Hilfe des diesjährigen Hungertuchs des Hilfswerks „Misereor” - vergleichende Einblicke in moderne Industriestädte und in Slums in den Armenvierteln der Dritten Welt gewährt.

Hierzu passt gut die parallele Veranstaltung im Eifeldom in Kalterherberg, die unter dem Thema steht: „Christus - Friedenskönig dieser Welt”. Hier soll die unauslöschliche Hoffnung auf eine friedliche Lösung all der bitteren Konflikte in unserer heutigen Welt anschaulich werden.

Die Aktionsabende in Konzen und Kalterherberg wie auch die weiteren Veranstaltungen der „Offenen Kirchen” im Stadtgebiet Monschau finden bis einschließlich 15. April immer freitags abends von 20 bis 22 Uhr statt.
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