Darmkrebs: Früherkennung erhöht die Heilungschancen

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Informatiert über das Thema Darmkrebs: Oberarzt Dr. Winfried Enzensberger von der Eifelklinik.

Simmerath. Der März steht bei den Medizinern deutschlandweit unter dem Thema Darmkrebs. Jährlich erkranken etwa 70.000 Menschen neu an dieser Krankheit, 30.000 sterben daran. Auch die Eifelklinik Simmerath beteiligt an einer Informationskampagne.

Wenn der Krebs und seine Vorstufen früh erkannt werden, ist oft eine Heilung oder sogar die Vermeidung der Erkrankung möglich. Darmkrebs ist deutschlandweit eine der häufigsten Krebserkrankungen - mehr als sechs Prozent der Bevölkerung sind im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Über die Ursachen sind sich die Experten nicht immer einig. „So könnte beispielsweise die falsche Ernährung durchaus ein begünstigender Faktor für Darmkrebs sein, aber sicher nicht der einzig ausschlaggebende”, weiß Dr. Winfried Enzensberger, Oberarzt der Inneren Medizin an der Eifelklinik St. Brigida. Vielmehr entwickelt sich die Krankheit meist aus zunächst gutartigen Darmpolypen.

Genetische Veränderungen an den Schleimhautzellen der Darmwand führen schließlich zum Verlust der natürlichen Wachstumskontrolle der Zellen. Diese Entwicklung dauert oft Jahrzehnte - deswegen nimmt das Krebsrisiko mit höherem Alter zu. Bei bis zu 30 Prozent aller Darmkrebsfälle liegt auch eine genetische, familiäre Belastung zugrunde. Wenn dies bekannt ist, sollte eine Koloskopie (Vorsorgedarmspiegelung) auf keinen Fall hinausgezögert werden. Die dauert gerade einmal 20 Minuten und kann frühzeitig klären, ob ein individuelles Risiko vorliegt. Ab dem 55. Lebensjahr hat jeder gesetzlich Versicherte einen Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung des Darms. Wer allerdings ein familiäres Risiko fürchtet, sollte nicht so lange warten.

Auf erste Anzeichen reagieren

„Das Heimtückische beim Darmkrebs ist, dass er im Frühstadium eigentlich keine Schmerzen verursacht und deshalb häufig nicht rechtzeitig erkannt wird. Deshalb weisen wir immer wieder auf die Wichtigkeit der Koloskopie hin - denn wenn sich erste Alarmzeichen wie Blut im Stuhl, eine ungewollte Gewichtsabnahme oder unklare Bauchschmerzen zeigen, ist die Krankheit oft schon sehr weit fortgeschritten”, erklärt Dr. Winfried Enzensberger. Tatsächlich senkt bereits eine einmalige Darmspiegelung die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, um circa 30 Prozent. Was genau bei der Vorsorgeuntersuchung geschieht, stellt der Experte der Bevölkerung in einem eigenen Vortrag vor.

„Die chirurgische Entfernung des Tumors ist bei Darmkrebs auch im fortgeschrittenen Stadium oder beim Vorliegen von Metastasen die Therapie der Wahl”, sagt Dr. Eckhard Hinkel, Chefarzt der Chirurgie in der Eifelklinik St. Brigida. Er erläutert im Anschluss an den Vorsorge-Vortrag die operativen Therapiemöglichkeiten bei Darmkrebs und legt dabei besonderes Augenmerk auf die sogenannte Fast-Track-Chirurgie, die darauf abzielt, allgemeine Komplikationen nach operativen Eingriffen zu vermeiden.

Der Vortragsabend „Darmkrebs - Vorsorge, Diagnostik und Therapie” findet am Mittwoch, 7. März, um 19 Uhr in der alten Cafeteria der Eifelklinik St. Brigida im Eingangsbereich des Krankenhauses statt.
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