Chaotisches Gesamtkunstwerk

Von: mkl
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Vater Anton Maier (Eugen Strauch) versucht, das Weihnachtschaos in den Griff zu bekommen. Die neugierige Nachbarin Martha (Simone Werker-Schwartz) und das Ehepaar Edelstein (Christa Johnen und Udo Theis) sind dabei keine große Hilfe. Foto: Mira Kleine

Steckenborn. Kann sich der Zuschauer nach Frühlingsanfang noch in eine gut gelaunte Weihnachtsstimmung versetzten? Diese Frage kann im Saal Stollenwerk in Steckenborn eindeutig mit ja beantwortet werden.

Wenn Männer von der Weihnachtsfeier des Sportvereins mit Filmriss nach Hause kommen, der Weihnachtsbaum zwei Minuten vor der Bescherung noch nicht besorgt ist, lästiger Verwandtenbesuch ansteht und Nachbarn, die alles besser wissen, auf der Matte stehen, dann weiß jeder: Das ist die übliche vorweihnachtliche Hektik!

Die Theatergruppe des St. Josef-Vereins Strauch bescherte dem Publikum im ausverkauften Saal einen humorvollen Abend mit weihnachtlicher Atmosphäre. Präsentiert wurde Bernd Gumbolds „Ach, du fröhliche!” mit dem Untertitel „Tannen, Pannen und Verlobung”.

Dementsprechend wurden die Zuschauer durch allerlei Turbulenzen, die sich am Heiligen Abend hinter verschlossenen Türen abspielen können, geführt. „In zwei Minuten ist Bescherung”, so leitete René Küpper, der den Sohn der Familie Meier spielte, das Stück ein. Dass es bis zu einer gelungenen, besinnlichen und romantischen Gabenverteilung noch ein langer und aufregender Weg ist, wird im Laufe des Dreiakters gezeigt.

Turbulente Komödie

Bei Familie Meier hängt der Haussegen schief und auch die Nachbarschaft ist in das chaotische Gesamtkunstwerk involviert. Bis zur Aufklärung aller Angelegenheiten kommen alle Beteiligten ganz schön ins Schwitzen. Da müssen auch schon mal Ostereier als Christbaumkugeln oder die wertvolle Weißtanne aus Nachbars Garten als traditioneller Weihnachtsbaum herhalten.

Zu Beginn begrüßte Wolfgang Schmidt, Vorsitzende des St. Josef-Vereins, alle Theaterfreunde zu dem „humorvollen und turbulenten Theaterabend” und bedankte sich bei den acht Akteuren sowie bei allen „unsichtbaren Geistern vor und hinter Bühne”.

Weitere Aufführung

Diejenigen, die am Samstag die liebevoll chaotische Weihnachtsatmosphäre nicht erleben konnten, haben noch eine Chance, in diesen Genuss zu kommen: Am 4. April um 20 Uhr wird das Stück ein weiteres Mal aufgeführt.
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