Caritas Tagespflege: Am Tag betreut, abends zu Hause

Von: Carmen Krämer
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Im Beschäftigungsraum der Car
Im Beschäftigungsraum der Caritas Tagespflege St. Brigida gibt es ein täglich wechselndes Programm für die Gäste. Seit dem 1. September wird hier die Pflege und Betreuung von Senioren durch fachlich qualifiziertes Personal angeboten. Foto: Carmen Krämer

Simmerath. Die Kinder wollen versorgt sein, der Haushalt macht sich nicht von allein, aus finanziellen Gründen kann auf den Job nicht verzichtet werden und dann wird auch noch ein Elternteil pflegebedürftig - so oder so ähnlich sieht es heutzutage in vielen Familien aus.

Nicht jeder möchte jedoch seine Verwandten in ein Seniorenheim geben und so kommen aufgrund der Mehrfachbelastung die eigenen Bedürfnisse nicht selten zu kurz. Dem kann nun Abhilfe geschaffen werden. Seit dem 1. September gibt es unter dem Motto „Tagsüber betreut, abends daheim!” die Tagespflege St. Brigida der Caritas in Simmerath.

Betreuungsbedarf steigt

Bunte Blätter, Gesellschaftsspiele und gemütliche Sessel in warmen Farben - die Räumlichkeiten in dem weißen Kubus vor dem Krankenhaus laden zum Verweilen ein. Bereits vor zwölf Jahren wurde er im Garten der Eifelklinik für die Tagespflege errichtet, „aber damals war der Bedarf noch nicht in dem Maße gegeben wie heute. Jetzt sind viel mehr Frauen berufstätig und haben nicht mehr so viel Zeit, sich um ältere Familienmitglieder zu kümmern”, erklärt die Ansprechpartnerin für die Tagespflege Andrea Karbig, die hier mit drei bis vier Frauen bis zu zwölf Gäste pro Tag betreut.

„Um die Verwandten nicht ins Heim geben zu müssen, haben wir im Zuge der Umstrukturierung des Krankenhauses die Chance ergriffen, die Tagespflege zu etablieren”, betont Irene Huppertz, Mitarbeiterin des Caritasverbands für die Region Eifel.

Nach einem individuellen Beratungsgespräch zur Finanzierung, Dauer und Ablauf der Betreuung sowie einem Probetag können die Gäste jeglicher Pflegestufe hier gemeinsam mit dem Fachpersonal abwechslungsreiche Tage verbringen. „Es ist uns sehr wichtig, den älteren Menschen, die oftmals sehr allein sind, Gesellschaft zu leisten”, betont die Betreuerin Sabine Heimerich.

Wer nicht gebracht werden kann, wird - bei Bedarf auch mit seinem Rollstuhl - zu Hause abgeholt und zwischen Montag und Freitag von 8 bis 16 Uhr betreut. „Beim Frühstück wird erzählt, was am Vortag passiert ist oder auch über Familie und Politik gesprochen. Danach wird gebastelt, gebacken, Gesellschaftsspiele gespielt oder Gedächtnistraining angeboten”, erklärt Andrea Karbig. „Auch hauswirtschaftliches Arbeiten, Spaziergänge, Ausflüge und Bewegungsübungen stehen auf dem Programm”, erläutert sie die im Wechsel angebotenen Aktivitäten. Danach wird gemeinsam Mittag gegessen.

Auch Ruheräume mit Bett und Ruhesesseln sind in der gemütlichen Einrichtung vorhanden.

„Die Tagespflege ist eine Möglichkeit, den Alltag sinnvoll zu gestalten. Und das ist wichtig, denn wir werden schließlich alle älter”, erklärt Rosi Pauls, ebenfalls Betreuerin in der neuen Einrichtung. Die Nähe zum Krankenhaus ist dabei sehr von Vorteil.

Das Angebot kann flexibel in Anspruch genommen werden, zum Beispiel einmal die Woche oder auch täglich.

Hierbei wird sich nach dem individuellen Bedarf gerichtet. Weitere Informationen sind bei Andrea Karbig unter der Telefonnummer 02473/9271601 oder 01578/1859413 erhältlich.
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