Bürgerversammlung: Meinung zur Verkehrsberuhigung

Von: P. St.
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Eng ist es in der Simmerather Heidbüchelstraße: Die Anwohner haben zwecks Verkehrsberuhigung teilweise schon zur Selbsthilfe gegriffen. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Wie viele Autofahrer tagtäglich von der Bickerather Straße, der Kreisstraße 19, in die Heidbüchelstraße abbiegen und dabei das Sperrschild „Anlieger frei“ missachten, hat noch niemand gezählt. Nach Auffassung eines Anwohners, der die Verkehrssituation in der Simmerather Heidbüchelstraße seit Jahren kritisch beobachtet, hat das im Jahre 2012 vom Straßenverkehrsamt der Städteregion Aachen aufgestellte Schild, seine Wirkung jedenfalls verfehlt.

Das Schild, so ließ er jetzt die Verwaltung wissen, finde kaum Beachtung. Allein eine echte Sperrung der Straße mittels eines Pfostens im Einmündungsbereich Bickerather Straße könne die gewünschte verkehrsberuhigende Wirkung erzielen. Damit wiederholte der Bürger seine bereits vor Jahren aufgestellte Forderung.

Die Diskussion um die Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung in der Heidbüchelstraße ist ein echter Dauerbrenner; seit dem Jahr 2009 beklagen einige Anwohner die dortigen Verkehrsverhältnisse. In der Tat wird die Straße gerne als Abkürzung genutzt, um die westlich liegenden Wohngebiete zu erreichen.

Jetzt stand das Thema auch wieder in der Sitzung des Verkehrsausschusses auf der Tagesordnung. Doch die Verwaltung hielt sich ebenso zurück mit einem Lösungsvorschlag wie auch der Ausschuss. Vielmehr soll zu einer Bürgerinformationsveranstaltung eingeladen werden, wo die Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung diskutiert werden sollen. Danach, so hofft die Verwaltung, wird das Meinungsbild an Konturen gewinnen.

Auch Jens Wunderlich (CDU) sah diese Hoffnung: „Es gibt offenbar ein breites Spektrum an Meinungen.“ Bürgermeister Karl-Hermanns verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass er auch von Bürgern der Heidbüchelstraße angesprochen worden sei, „die sich vehement gegen die Installierung eines Pfostens“ ausgesprochen hätten. In diesem Punkt legte sich Norbert Brewer (SPD) auch schon fest: „Wir sind grundsätzlich gegen die Vollsperrung durch einen Pfosten.“

Der vehement für einen Sperrpfosten kämpfende Bürger hat inzwischen vorgeschlagen, den Pfosten an der Einmündung Heidbüchelstraße/Simrodstraße zu installieren. Die Verwaltung sieht in einer solchen Reglung auch neue Probleme, wenn Versorgungsfahrzeuge oder die Müllabfuhr mangels Wendemöglichkeit gezwungen werden, den Pfosten herauszunehmen.

Als eine wirksame Alternative der Verkehrsberuhigung käme auch eine Einbahnregelung in Betracht, was aber für die Anwohner der Heidbüchelstraße automatisch zu längeren Fahrstrecken führen würde. Die Verwaltung sieht durchaus Vorteile in einer solchen Regelung. Die Verkehrsbelastung würde deutlich zurückgehen und der in der engen Straße ohnehin schwierige Begegnungsverkehr würde unterbunden.

Welche Belastung nun erträglich ist, sollen die Anwohner wie gesagt bei der Bürgerinformationsveranstaltung in Kürze selbst entscheiden.

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