Bürgermeister zu Gast in der Schule

Von: Helga Giesen
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Rund 80 Drittklässler der Gemeinschaftsgrundschule Roetgen hatten sich im Unterricht in einem mehrwöchigen Projekt mit ihrer Heimatgemeinde beschäftigt. Das Projekt mündete in einer Fragestunde mit Bürgermeister Manfred Eis. Foto: Helga Giesen

Roetgen. „Wir fragen Herrn Eis Löcher in den Bauch!“ hatten sich die ca. 80 Drittklässler der Gemeinschaftsgrundschule Roetgen vorgenommen. Im Unterricht hatten sie sich in einem mehrwöchigen Projekt mit ihrer Heimatgemeinde beschäftigt, sich vor Ort umgesehen, Broschüren gelesen und im Internet gestöbert.

Nun hatten sie den Bürgermeister zu einer „Fragestunde“ in ihre Schule eingeladen. Dazu hatten sich die Mädchen und Jungen aus den drei dritten Schuljahren zusammen mit Schulleiterin Elisabeth Gerhards-Eckert sowie ihren Lehrerinnen Hannah Werheid, Annika Ruskowski und Helen Kaiser-Maldaner in der Aula versammelt.

Manchmal auch „Nein“ sagen

Ein freundliches „Guten Morgen Herr Eis“ schallte dem ersten Bürger der Gemeinde aus der großen Runde entgegen. Die Kinder hatten sich gut vorbereitet und auf farbigen Zetteln, die sechs Themenbereichen entsprachen, ihre Fragen, aber auch einige Wünsche aufgeschrieben. Los ging es mit einigen Fragen zum Menschen Manfred Eis. So erfuhren die Kinder, dass ihr Bürgermeister seit 1965 in Roetgen wohnt und schon seine Tochter in diese Schule gegangen ist.

„Die war damals noch nicht so schön und komfortabel“, stellte er fest. Dass seine Lieblingsfußballvereine der SV Rott, wo er früher selbst gekickt hat, und der FC 13 Roetgen sind, nahmen die Kinder mit Beifall auf. „Dass ich manchmal Nein sagen muss, wenn jemand mit einem Anliegen zu mir kommt“, antwortete der Bürgermeister auf die Frage, was ihm an seinem Amt nicht gefalle. Und auch, wenn er nicht so weite Reisen mache wie die Kanzlerin, werde es nie langweilig, meinte er, weil es immer wieder neue Aufgaben gebe und er viele Leute kennenlerne.

Die Ortsteile Rott und Mulartshütte lägen ihm genauso am Herzen wie Roetgen, versicherte er, denn er wohne ja selbst in Rott. Im Guinnessbuch der Rekorde sei Roetgen nicht eingetragen, bedauerte er, als Besonderheiten zählte er unter anderem den Eifelsteig und die Vennbahn-Radroute auf. Auch dass eine so kleine Gemeinde wie Roetgen kein eigenes Krankenhaus oder Schwimmbad haben könne, erklärte er den Mädchen und Jungen. Bei einigen Fragen musste Manfred Eis aber auch passen.

Wie viel Strom in Roetgen verbraucht wird oder wie viele Kinder in Roetgen leben, konnte er nicht sagen, er wusste nur, dass es zurzeit genau 311 Schulkinder sind. „Auf diese Frage habe ich gewartet“, gestand der Bürgermeister etwas verlegen und versicherte den Kindern, dass ihr Spielgerät nach einer Generalüberholung im Bauhof in der nächsten Woche wieder aufgebaut werden soll.

Auch eine Beschwerde über dornige Hecken, die auf dem Schulweg in den Bürgersteig ragen, nahm er entgegen und versprach, die Grundstückseigentümer zum Schneiden zu ermahnen. Bei dem munteren Frage- und Antwortspiel verging die Stunde viel zu schnell, es war gerade noch Zeit, sich bei dem Besucher mit dem Lied „Starke Kinder …“ und einem Plakat mit allen Unterschriften zu bedanken.

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