Rollesbroich - Bürgermeister lässt sich gerne die Rathausschlüssel entreißen

Bürgermeister lässt sich gerne die Rathausschlüssel entreißen

Von: ho
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Die Schlüssel ist er los, die gute Laune hat er behalten: Bei der Schlüsselübergabe der Rollesboicher Klev Botze kapitulierte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns schnell vor der Übermacht des großen und kleinen Prinzenpaares. Danach gaben sich im Nationalparksaal 12 Karnevalsgesellschaften die Klinke in die Hand. Foto: Hoffmann

Rollesbroich. Auf der Dürener Straße ging am Sonntagnachmittag phasenweise überhaupt nichts mehr. Auto an Auto reihte sich am Straßenrand und immer wieder kam auch noch der eine oder andere Bus dazu. Aus allen Fahrzeugen quollen Massen von Karnevalisten, da die Rollesbroicher Klev Botze zu ihrer Schlüsselübergabe geladen hatten.

Zwölf Vereine aus der näheren und weiteren Umgebung verwandelten das Trevveldorf an diesem Tag in eine Karnevalshochburg, wodurch auch der Nationalparksaal die Grenzen seiner Kapazität erreichte. Geschäftsführer Sylvester Schulze konstatierte: „So eine Schlüsselübergabe habe ich noch nicht erlebt“.

Der närrische Massenandrang lag auch daran, dass die Gesellschaften mit Mann und Maus angereist waren, um sich mit ihrer ganzen Pracht auf der Bühne präsentieren zu können. Als Beispiel seien hier nur die Kiescheflitscher aus Rurberg/Woffelsbach erwähnt, die unter Leitung von Bruno Nellessen mit 102 Personen erschienen. Anschließend ging es dann wieder ab zum Rursee, da dort die eigene Kindersitzung anstand.

Einen ähnlichen Kraftakt konnten die Kester Lehmschwalbe anführen. Nachdem die Kesternicher am Abend zuvor noch ihre neuen Narrenherrscher gekürt hatten, standen sie nach kurzer Nacht gleichfalls in Rollesbroich mit großen Aufgebot parat.

Ein Heer der Sonnenfunken

Von den windigen Höhen aus Schmidt waren zu Beginn aber zunächst die Schmedter Grielächer erschienen, deren Tanzmariechen Lara über die Bühne wirbelte. Danach wurde es dann blau-gelb im Saal. Das Heer der Simmerather Sonnenfunken, die in diesem Jahr 2 x 11-jähriges Jubiläum feiern, eroberte den Saal.

Auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns zeigte sich bei seinem Eintreffen hoch erfreut über die große Resonanz, obwohl für ihn ein symbolisch schmerzhafter Akt anstand. Da Hermanns aber auch auf diesem Gebiet erfahren ist, ließ er sich die Schlüssel der Rollesbroicher Macht vom kleinen und großen Prinzenpaar der Klev Botze gerne entreißen. Präsident Marc Topp hatte sich vor diesem Zeremoniell offensichtlich von der Muse küssen lassen und in Reimform höchst unterhaltsame Ausführungen zu Schlüsseln und Prinzenpaaren gefunden.

Danach ging es mit den eintreffenden Gesellschaften wieder Schlag auf Schlag. Nach den Vennkatzen aus Stolberg erschienen die Els-Spechte aus Vossenack, die Erste Walheimer KG, die Wendener Seempött und die Forster Jonge aus Aachen. Von der anderen Seite des Nationalparks hatte sowohl die KG Ruet-Jold Hellenthal als auch die Olefer Jecken den Weg nach Rollesbroich gefunden.

Im „Gepäck“ der Karnevalsvereine befanden sich zahlreiche Kinder- und Jugendtanzgruppen, die dem Programm mit ihren Darbietungen weitere Farbtupfer verliehen. Bezüglich des tanzenden Jugendvolkes stellte ein Karnevalist aus Aachen fest: „Dafür kommen wir auch immer wieder gern nach Rollesbroich. Hier können die Pänz, die viel zu wenig Auftritte haben, mal zeigen, wofür sie monatelang trainiert haben“.

Am Ende konnten Egon Heck und Marc Topp, die zusammen die Veranstaltung moderierten, dann auch noch eine befreundete Gesellschaft von der anderen Kalltalseite begrüßen. Die Karnevalsfreunde Lammersdorf erschienen am späten Nachmittag mit dem gewohnt großen Aufgebot unter Leitung von Präsident Mattheis und heizten dem Nationalparksaal nochmals kräftig ein.

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