Buchsbäume sind auf dem Wege der Besserung

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Noch sind die Buchsbaumeinfassungen auf dem Höfener Friedhof teilweise kahl, weil der Pilz die Blätter im vergangenen Jahr hat absterben lassen. Nach weiteren Behandlungen in diesem Sommer werden sich die Pflanzen aber schon bald erholen, sind die Experten überzeugt. Foto: Heiner Schepp

Höfen. Der Patient ist auf dem Wege der Besserung. Doch ehe er das Krankenbett verlassen kann, ist noch ein wenig Geduld erforderlich. Der Patient heißt mit wissenschaftlichem Namen Buxus Sempervirens, besser bekannt als Buchsbaum, und plagt sich mit einem argen Feind herum, dem Pilz Cylindrocladium,

Dessen Befall lässt das kleinblättrige Pflänzchen zunächst blattlos und dann leblos werden. Die hartnäckige Erkrankung hat auch und vor allem auf dem Höfener Friedhof viele Buchsbäumchen angegriffen, die dort aber weit mehr als nur schmückendes Beiwerk sind.

Für Höfen schreibt die Friedhofssatzung der Stadt Monschau vor, dass die Grabeinfassung durch Buchsbaumpflanzen zu erfolgen hat, nicht mit den sonst üblichen Holz- oder Steinumrandungen.

Als vor gut einem Jahr das Ausmaß des Pilzbefalls auf dem gesamten Höfener Friedhof deutlich wurde, sah sich die Stadt Monschau in der Pflicht und startete in Abstimmung mit der Landschaftsbehörde und der Landwirtschaftskammer Rheinland eine Offensive gegen die Pflanzenkrankheit.

Weitere Behandlungen

Heute, rund elf Monate später, ist der Erfolg der Schädlingsbekämpfung offensichtlich. „Der Pilz ist zwar noch nicht endgültig beseitigt, aber die meisten Pflanzen werden sich erholen und wieder grün werden”, meinte Friedhofsgärtner Hermann-Josef Backes am Montag beim Ortstermin auf dem Höfener Friedhof. Im Herbst 2008 wurden alle Pflanzen dort zweimal mit einem Mittel namens Mirage 45 EC behandelt, natürlich nach entsprechender Genehmigung laut Pflanzenschutzgesetz.

In den kommenden Wochen werden nun zwei weitere Behandlungen erfolgen, allerdings erst, wenn die Witterung entsprechend mitspielt. „Da sollte es schon trocken und nicht zu windig sein”, wünscht sich Gärtner Backes einen schönen Sommer, „denn allzu viel Regen könnte den Pilz wieder begünstigen.”
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