Brutaler Übergriff nach Partyabend: Opfer suchen nach Hinweisen

Von: Carmen Krämer
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Nordeifel/Aachen. Eigentlich hatten sich Didier Gehlen und sein Kumpel Jens Horst am Freitag, 7. September, nach einem Besuch der Aachener Pontstraße verhältnismäßig früh auf den Weg gemacht, um am nächsten Morgen fit zu sein.

Doch daraus wurde nichts, denn am Puppenbrunnen in der Krämerstraße wurde ihnen ein Strich durch die Rechnung gemacht. „Als wir ungefähr am Brunnen waren, haben wir zwei Männer gesehen, die sich lautstark unterhalten haben. Und dann ging plötzlich alles ganz schnell.”

Mit voller Wucht hatte einer der beiden Männer den 25-jährigen Didier Gehlen mit einer Flasche ins Gesicht geschlagen. Der Mützenicher fiel daraufhin bewusstlos zu Boden und erlitt dabei neben schweren Gesichts- und Kieferverletzungen eine Platzwunde am Hinterkopf. Sein Freund Jens wollte ihm zu Hilfe eilen, doch noch bevor er etwas tun konnte, bekam auch er die Flasche ins Gesicht - zwischen die Augen. Er trug neben einer Platzwunde an der Stirn eine Gehirnerschütterung davon.

„Die Aggression des einen Mannes kannte keine Grenzen mehr. Wir glauben auch, dass er Karate oder eine andere Kampfsportart beherrscht, denn seine Schläge waren sehr gezielt”, erklärt Diplom Designer Didier Gehlen, der selbst die Kampfsportart Ju-Jutsu als Hobby ausübt. Er musste mit 22 Stichen in der Mundhöhle genäht und am Hinterkopf geklammert werden. Außerdem erhielt er eine Titanschiene zur Stabilisierung der Zähne, damit diese nicht nachträglich ausfallen. Bis dass Didier Gehlen wieder Sport machen kann, werden einige Wochen vergehen.

Neben diesem Vorfall hatte es in der Nacht noch drei weitere brutale Übergriffe in Aachens Straßen gegeben. „Die Zahl der Fälle nimmt zu, und die Gewalt wird roher”, erklärt Polizeisprecher Paul Kemen. „Fast immer in solchen Fällen spielt Alkohol eine entscheidende Rolle.”

Was genau der Auslöser in diesem Fall gewesen ist, wissen Didier Gehlen und Jens Horst nicht. Sie bitten aber um Mithilfe bei der Suche nach den Tätern. Der Aggressivere der beiden sei Südländer, mittelgroß und gut gekleidet gewesen - an diesem Abend mit blauem Hemd. Er habe schulterlange, gewellte Haare, die er an diesem Abend in zu einem Zopf gebunden hatte. Der zweite, weniger aggressive Täter sei Deutscher, groß, kräftig und glatzköpfig. Außerdem sei er trainiert und ebenfalls gut gekleidet gewesen. „Wir sind für jeden Hinweis dankbar. Das war schon ein schockierendes Erlebnis.”
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