Konzen - „Brems Dich!”: Keine Hetze auf dem Weg zur Schule

„Brems Dich!”: Keine Hetze auf dem Weg zur Schule

Von: nap
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Die Verkehrswacht Monschau, di
Die Verkehrswacht Monschau, die Freiwilligen Feuerwehr Konzen und Vertreter der Politik und der Polizei machen sich mit der Schulanfangsaktion „Brems dich! Schule hat begonnen” für ein rücksichtsvolles Verhalten von Autofahrern im Straßenverkehr stark. Foto: Nadine Palm

Konzen. Sechseinhalb Wochen lang faulenzen, in der Sonne liegen, Freunde treffen, die Sommerferien einfach nur genießen und nicht an Schule denken - für die meisten Schüler gehört die sechseinhalbwöchige Pause wohl zu den schönsten Dingen des Schülerdaseins.

Und ehe die Zeit des Nichtstuns sich dem Ende neigt und die Schule für die Schüler in Nordrhein-Westfalen am Mittwoch wieder startet, möchten die meisten Kinder und Jugendliche am liebsten die Zeit anhalten.

Während sich die Begeisterung über das Ende der Sommerferien bei den Großen in Grenzen hält, sind die neuen Erstklässler ganz aufgeregt und freuen sich auf die Zeit in der Grundschule. Da wird der sorgfältig ausgesuchte, mit Rennautos oder Pferdchen verzierte Schulranzen noch einmal auf Herz und Nieren getestet, es soll ja schließlich am ersten Schultag an nichts fehlen.

Für die „I-Dötzchen” gibt es in der neuen Umgebung viele neue Dinge zu entdecken. Mit Spannung und Interesse starten die Jüngsten in ihre Schullaufbahn. Eifrig wird am ersten Tag besprochen, wer wen morgens zuhause abholt, um gemeinsam zur Schule zu gehen, was sich schnell zu richtigen Kinderschwärmen entwickeln kann.

Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass Schulanfänger auch Verkehrsanfänger sind. Weil sie im Straßenverkehr zu den schwachen Verkehrsteilnehmern gehören, widmet ihnen die Verkehrswacht besondere Aufmerksamkeit. Die nordrheinwestfälischen Verkehrswachten vor Ort starten jedes Jahr zum Schuljahresbeginn die Schulanfangsaktion „Brems Dich! Schule hat begonnen”. Mit leuchtend-gelben Spannbändern an den Ortseingängen und in unmittelbarer Nähe von Schulen sollen vor allem Autofahrer an eine vorausschauende und rücksichtsvolle Fahrweise erinnert werden.

Die Verkehrswacht Monschau, einige fleißige Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Konzen, Vertreter der Polizei, Hermann Mertens als allgemeiner Vertreter der Stadt Monschau, der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck, Mario Desombre für die Städteregion Aachen und Ottmar Gillessen als stellvertretender Ortvorsteher von Imgenbroich trafen sich am Freitagabend am Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Imgenbroich/Konzen, um auf die Aktion der Verkehrswacht aufmerksam zu machen.

Denn wie wichtig es ist, besondere Rücksicht auf unsere jungen Verkehrsteilnehmer zu nehmen, zeigen einige Statistiken des Statistischen Bundesamtes, die der Vorsitzende der Verkehrswacht Monschau, Otto Stollenwerk, selbst „mit einer Gänsehaut” vortrug. „Im Jahr 2011 waren 36.600 Kinder unter 15 Jahren im Bundesgebiet an Verkehrsunfällen beteiligt. Darunter gab es sogar 86 Todesfälle zu beklagen”, unterstrich Otto Stollenwerk, für den die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr eine Herzensangelegenheit ist, die Wichtigkeit von vorausschauendem Fahren, denn auch in NRW gab es im Jahr 2011 5500 Opfer unter 15 Jahren zu verzeichnen.

Bei einem Unfall ist man in einem Pkw dank der immer besseren Sicherungssysteme in modernen Fahrzeugen bestens geschützt. Kinder bleiben auf der Straße jedoch weitgehend ungeschützt, wenn sie mit dem Fahrrad oder zu Fuß am Verkehr teilnehmen.

Oft sind es die Naivität und Unbeschwertheit der Schulanfänger, die sie zu schwachen Verkehrsteilnehmern machen, wie der Vorsitzende der Verkehrswacht Monschau in seiner Ansprache verkündete. Kurz vor der ersten Stunde und auch nach Schulschluss herrscht rund um die Schulen ein reges Treiben. Kinder laufen eilig zum Bus, möchten schnell mit dem Fahrrad nach Hause oder werden von den Eltern mit dem Pkw an der Schule abgeholt. In diesem Durcheinander ist es wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen und den Überblick behalten.

Daher wird auch die Polizei, am Freitagabend vertreten durch Dieter Wisniewski, Udo Scholten, Bernd Goffart und Jürgen Nießen, in nächster Zeit verstärkt Verkehrskontrollen in der Nähe von Schulen durchführen.

Gerade Schulanfänger sind mit dem neuen Schulweg noch nicht ausreichend vertraut und kennen nicht alle Gefahren, denen sie auf dem Weg nach Hause begegnen können.

Deshalb plädiert die Verkehrswacht Monschau an die Eltern der Schulanfänger, den Schulweg gemeinsam mit den Kindern zu üben. „Vor allem aber ist es wichtig, dass die Eltern ihre Kinder nicht treiben, wenn diese mal spät dran sind”, denn insbesondere gehetzte Kinder seien auffällig häufig an Verkehrsunfällen beteiligt, wie Otto Stollenwerk erklärte.

Die Verkehrswacht Monschau und ihre Partner tragen mit ihrer Aktion „Brems dich”, dem von Sponsoren unterstützten Verteilen von gelben Mützen für die „I-Dötzchen” und mit der mobilen Jugendverkehrsschule zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr für Kinder bei. „Nun ist es die Aufgabe aller Bürgerinnen und Bürger uns dabei zu unterstützen”, appellierte Stollenwerk an die Rücksicht aller Verkehrsteilnehmer.
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