Braucht Simmerath einen Sportplatz?

Von: P. St.
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Noch kann der Rasenplatz an Jo
Noch kann der Rasenplatz an Josef Jansen-Sportstätte Simmerath von den Fußballern der Hansa genutzt werden, aber die Vermarktung als Wohngebiet läuft bereits auf Hochtouren. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Noch gut drei Wochen Zeit bleibt, um auf dem Verhandlungsweg in letzter Minute noch die Kurve in der Sportplatzfrage Simmerath zu bekommen. Am 15. November fällt der Sport- und Kulturausschuss die Vorentscheidung, am 11. Dezember folgt der Ratsbeschluss.

Braucht Simmerath, der Zentralort, einen eigenen Sportplatz? Um diese Frage dreht sich die Diskussion seit nunmehr einem Jahr, nachdem Mitte 2011 die Entscheidung getroffen wurde, eine neue Schwimmhalle an der Hauptschule zu errichten und zu deren Finanzierung (4,5 Millionen Euro) den Sportplatz der Josef Jansen-Sportstätte als Wohnbaugebiet zu veräußern.

Ersatz für den wegfallenden Rasenplatz wurde der Fußballabteilung der Hansa 21 Simmerath von der Gemeinde zugesagt. Während Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die Variante favorisiert, das vorhandene Tartan-Kleinspielfeld an der Hauptschule als Kunstrasenplatz für den Trainings- und Jugendspielbetrieb umzugestalten, hält die Hansa kategorisch an einem vollwertigen neuen Platz fest, der auf einem Grundstück neben der Leitstelle entstehen soll. Für einen Sportplatz ständen im Haushalt 400.000 Euro zur Verfügung.

Die Wünsche der Hansa, so zeichnet sich in den bisherigen Diskussionen ab, dürften aber keine politische Mehrheit finden. Auch Simmeraths Ortsvorsteher Stefan Haas, kann dem Verein wenig Hoffnung machen: „Auf Jahre hinaus betrachtet ist ein neuer Sportplatz für Simmerath nicht zukunftsfähig.”

Dass man dem Verein wohl diesen Wunsch versage, sei sicherlich „eine bittere Pille für die Hansa”, aber das der Fußballsport bei der Hansa auf dem Rückzug sei, sei eben nicht zu verleugnen. Und dann stelle sich eben die Frage, ob der Komplett-Neubau eines Sportplatzes auch dem Hintergrund der demografischen Entwicklung noch zeitgemäß und auch dem Steuerzahler gegenüber zu verantworten sei.

Stefan Haas bedauert, „dass die Fronten verhärtet” seien. Die Haltung der Hansa, dass für den Fall, dass ein neuer Sportplatz verworfen werde, der Betrieb der Fußballabteilung eingestellt werde, ist für den Ortsvorsteher nicht nachvollziehbar. Diese Äußerung empfindet er gerade gegenüber den jetzt noch aktiven Jugendlichen als „nicht angebracht”.

Ebenso bedauerlich sei es auch, dass die Kooperationsverhandlungen der Hansa mit dem TSV Kesternich (der bereits mit Bau eines neuen Sport- und Kulturzentrums begonnen hat) fehlgeschlagen seien. Es sei ja nicht so, „dass die Hansa mit ihren 400.000 Euro nach Kesternich kommen muss”. Die in Aussicht gestellten Mittel könnten auch teilweise für das Kleinspielfeld („das wäre eine gute Lösung”) eingesetzt werden können.

Abseits der aktuellen Diskussion hält Stefan Haas fest, dass der jetzige Sportplatz vorerst noch zur Verfügung stehe und durch die Spielgemeinschaft der Hansa mit Huppenbroich ja auch in Huppenbroich ein Spielfeld vorhanden sei. Dann dürfe man schließlich auch den Ausweichplatz in Simmerath nicht vergessen, der weiterhin zur Verfügung stehe.

Die Frage, ob Simmerath einen eigenen Sportplatz braucht, ist schwer zu beantworten. Unsere Leser können ihre Sicht der Dinge gerne unter http://www.eifeler-meinung.de darlegen.
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