Rohren - Blutspende: Auch Gertrud Jansen nun im Club der „Hunderter“

Blutspende: Auch Gertrud Jansen nun im Club der „Hunderter“

Von: pp
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Oft ist sie Helferin bei den DRK-Blutspendeterminen – nun stand Gertrud Jansen selbst im Mittelpunkt bei ihrer 100. Spende. Foto: Patrizia Pauls

Rohren. Am vergangenen Donnerstag, einem von jährlich 3000 Terminen des „DRK-Blutspendedienstes West“ im gesamten Kölner und Düsseldorfer Regierungsbezirk, ließ sich in Rohren Gertrud Jansen zum 100. Mal Blut abnehmen.

„Früher wurde das Blutspenden mehr als eine Pflicht angesehen, zu der man hinging, wenn diese stattfand“, erklärt die Spenderjubilarin. Georg Simon, Referent fürs Presse- und Öffentlichkeitsamt des DRK, ergänzte, dass Jugendliche heute im Schnitt nur 1,25 Mal pro Jahr spenden würden, die ältere Generation dagegen noch regelmäßig vier bis sechs Mal im Jahr Blut darbringen würde. „Somit kann man das Blutspenden mit der Rentenversicherung vergleichen: Wenn ein Spender beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zum Aderlass gehen kann, dann benötigt man drei neue, junge Spender, um diesen Verlust des regelmäßigen Blutspendens auszugleichen“, rechnete Georg Simon vor.

Der Kreis der „Hunderter“ hat sich durch die 100. Spende von Gertrud Jansen also um eine weitere Person vergrößert. Die Rohrenerin spendet seit ihrem 18. Lebensjahr vier Mal im Jahr, um ihr „Bedürfnis zu befriedigen, anderen Menschen zu helfen“, so die Spenderin. Zufällig kam die heute 66-Jährige im Jahr 1965 in ihrem Geburtsort Höfen zum Aderlass und ließ sich von diesem Zeitpunkt an regelmäßig, zuerst in Höfen, später dann in Rohren, Blut abnehmen.

Mit dem Wechsel von Höfen nach Rohren und nach einer Anfrage ihrer Freundin Irmgard Jakobs begann Gertrud Jansen zusätzlich zu den eigenen Spenden die ehrenamtliche Arbeit im Helferteam des DRK in Rohren und Höfen. Seitdem unterstützt sie die Organisatoren und Ärzte des Blutspendedienstes bei der Ausführung und Vorbereitung der Spendentermine und bei der Abnahme des Lebenssafts der durchschnittlich 60 Spender.

Ein kleiner Teil zur Kontrolle

Abgenommen werden übrigens normalerweise 530 Milliliter Blut, „weil 500 Milliliter als Blutkonserve, beispielsweise für Notfälle im Krankenhaus, verpackt werden und 30 Milliliter im Proberöhrchen vor der Weitergabe ans Krankenhaus, überprüft werden“, erläutert Georg Simon.

Gertrud Jansen aber hat bisher noch nie nicht verwendbares Blut gespendet oder Komplikationen durch die Spende erlebt. Nur hin und wieder hatte sie mal einen blauen Fleck an der Einstichstelle, „was durch die Nadeln, die für die Blutabnahme verwendet werden, erklärbar ist“, so Georg Simon. Vom Blut spenden wird das die rüstige Jubilarin aber auch in Zukunft nicht abhalten.

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