Simmerath - Bewährte Vereinsgemeinschaft als Erfolgsgeschichte

Bewährte Vereinsgemeinschaft als Erfolgsgeschichte

Von: ho
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Ein Tänzchen in Ehren in der
Ein Tänzchen in Ehren in der Schalterhalle der Sparkasse: Erwin Finken war anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Simmerather Ortskartells auch als dessen Vorsitzender in absoluter Feierlaune und reihte sich in den Tanz der Kindergartenkinder ein. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Simmerath. Wenn man sich am offiziellen Gründungsdatum im Jahr 1962 orientiert, steht unwiderruflich fest, dass das Simmerather Ortskartell einen Tag älter als die Rolling Stones ist.

In dem Jahr, in dem im Monschauer Land die Pocken ausbrachen und der Benzinpreis bei 0,60 DM lag, trafen sich am 11. Juli 1962 im Lokal Peters Dechant Moritz, Bürgermeister Josef Jansen, Ratsvertreter Karl Haas und die Vertreter von acht Vereinen, um in Zukunft Überschneidungen von Veranstaltungen zu vermeiden und so ein eventuelles Gegeneinander von vorneherein auszuschließen.

Das Ortskartell Simmerath war gegründet und feierte als größtes Ortskartell der Gemeinde am Wochenende sein 50-jähriges Jubiläum in lockerem aber auch stilvollem Rahmen in den Räumen der Sparkasse Simmerath. Der Vorsitzende des Ortskartells Erwin Finken hatte in den prall gefüllten Räumlichkeiten zunächst alle Gäste begrüßt und im Hinblick auf einige entschuldigt fehlende Ehrengäste auflockernd festgestellt: „Wer nicht kommt, der kriegt auch nachher nichts zu trinken!”

Interessante Fotoausstellung

Bevor Finken, der zusammen mit Geschäftsführer Dr. Burkhard Wilden als umtriebige Kräfte des Ortskartells von alles Festrednern gelobt wurde, einen geschichtlichen Rückblick gab, eröffnete er die Fotoausstellung der Ortskartellmitglieder, die noch bis Ende der Woche in der Sparkasse zu besichtigen ist. Die fotografische Dokumentation ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Erwin Finken kam dann nochmals auf die Gründungsversammlung zu sprechen, an der auch Vertreter von Kirchenchor, Kameradschaftlichem Verein, Geloog, Feuerwehr, Schützenbruderschaft, Hansa-Gemeinschaft, Eifelverein und der Schulpflegschaft der Volksschule teilnahmen.

Aus diesen acht Vereinen sind im Laufe von 50 Jahren inzwischen 21 geworden, die eine freiwillige Interessengemeinschaft von ca. 2900 Mitgliedern bilden. Nach der Gründung fungierte Kurt Poschen bis 1965 als Vorsitzender, dem Ludwig Kessel in diesem Amt bis 1978 folgte. Hiernach bilden nun seit über 30 Jahren (!) Erwin Finken als Vorsitzender und Dr. Burkhard Wilden als Geschäftsführer eine tatkräftige Doppelspitze beim Ortskartell.

Als Ehrenamtsbeauftragter der Städteregion Aachen wusste auch Theo Steinröx in seinem Grußwort dieses Engagement zu würdigen. Nachdem er sich für die überraschende Einladung bedankt hatte, erinnerte er an die gute Zusammenarbeit in vielen Bereichen im Eifeler Raum und hier im Speziellen auch zwischen Simmerath und Monschau.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hob die Bedeutung des enormen ehrenamtlichen Engagements im größten Ortskartell der Gemeinde hervor und ergänzte: „Es ist immer wieder schön, in Simmerath zu Veranstaltungen zu gehen, um zu sehen, was sich da tut.”

Jubiläumsgeschenke

Sparkassen-Hausherr Georg Schmidt gratulierte dem Ortskartell ebenfalls und steigerte die Feierfreuden durch die Übergabe eines Schecks über 500 Euro an Erwin Finken entsprechend.

Ortsvorsteher Stefan Haas hatte gleichfalls eine Zuwendung dabei und erklärte zu seinem Empfinden im Gründungsjahr des Ortskartells lächelnd: „Vor fünfzig Jahren war ich anderthalb Jahre alt und da war mir das Ortskartell verständlicherweise noch ziemlich egal”. Dies habe sich natürlich inzwischen geändert.

Musik und Tanz

Musikalisch umrahmt wurde das Festprogramm im übrigen von einem Ensemble der Hansa-Blasmusik und einem Vortrag des Kirchenchores, die für ihre Darbietungen viel Applaus erhielten. Dieser kam auch einer Abordnung des Katholischen Kindergartens zuteil, die zum Abschluss das Fliegerlied anstimmten. Als sie Erwin Finken zum Mitsingen und Mittanzen animierten, ließ dieser sich mit den Worten”Watt et nett all jitt!” nicht lange bitten und bewies (wie nicht anders zu erwarten) erstaunliche Beweglichkeit. Nach dem offiziellen Teil klang die Festveranstaltung beim gemütlichen Beisammensein mit einem kleinen Umtrunk und mit musikalischer Untermalung der Hansa-Blasmusik aus.
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