Roetgen - Bestzeit für den Roetgener „Ironman”

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Bestzeit für den Roetgener „Ironman”

Von: Kurt Kaiser
Letzte Aktualisierung:
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Nach 10:41:37 Stunden erreichte der Roetgener Zahnarzt Dr. Joachim Amann das Ziel bei den Ironman World Championships auf Hawaii.

Roetgen. Für einen Ausdauersportler wie den Roetgener Zahnarzt Dr. Joachim Amann sind das größte Ereignis die Ironman World Championships, die jedes Jahr im Oktober auf Hawaii stattfinden. Für den Wettkampf der weltbesten Ironmänner hatte der Roetgener sich in Zürich qualifiziert, es war bereits seine zweite Teilnahme am bekanntesten und spektakulärsten Ironman der Welt.

Bei seiner Teilnahme vor zwei Jahren hatte der gebürtige Imgenbroicher in seiner Altersklasse schon einen beachtlichen 24. Platz belegt, doch dieses Ergebnis konnte er nun noch toppen: In diesem Jahr erreichte er mit 10 Stunden, 41 Minuten und 37 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit und wurde damit bester deutscher Teilnehmer in der Altersklasse M 50.

In der Gesamtwertung belegte „Jo” Amann Rang 843 unter 1800 Startern. „Damit habe ich mein persönliches Ziel, „Daylight-Finisher” zu werden, erreicht”, war Amann äußerst zufrieden, dass er 24 Minuten vor Sonnenuntergang im Ziel war und damit 21 Minuten schneller war als bei seinem ersten Start auf Hawaii.

Um 6.30 Uhr in den Pazifik

Nachdem die Profis morgens um 6.30 Uhr auf die Schwimmstrecke geschickt worden waren, begann der arbeitsintensive Tag für die Altersklassen-Athleten in Kailua-Kona eine halbe Stunde später. Die 3,9 Kilometer lange Schwimmstrecke war an diesem Morgen nicht gerade einfach zu bewältigen, denn der Stille Ozean zeigte sich sehr unruhig, so dass die Markierungsbojen nur auf den Höhen der Wellenkämme zu erkennen waren.

„Ein gleichmäßiges und technisch sauberes Schwimmen war so nicht wirklich möglich, zumal auf den ersten zwei Kilometern der Strecke das Gewühl in den Pulks sehr groß war”, musste der Roetgener nicht nur mit den Wellen kämpfen, sondern sich auch noch gegen die anderen Teilnehmer durchsetzen.

Nach einer Stunde und sechs Minuten hatte er aber die ersten 3,9 Kilometer des Tagespensums von 226 Kilometern bewältigt.

Dann standen 180 Kilometer Radfahren auf dem Programm. Die Radstrecke ist selbst bei den Ausdauersportlern gefürchtet, denn während des Rennens sind die Athleten nicht nur der Hitze von mehr als 40 Grad ausgesetzt, sondern auch noch den Mumuku-Winden. „Der starke Wind machte uns schon zu schaffen. Es waren durchschnittlich 30 km/h Windgeschwindigkeit angekündigt worden, jedoch trieb uns der Wind in Böen in der doppelten Geschwindigkeit entgegen.”

Nach dem harten und Kräfte raubenden Radfahren, bei dem Windschattenfahren strikt untersagt ist, kam der Roetgener Zahnarzt nach 5:32:48 Stunden in die zweite Wechselzone. Hier wurde nun das Fahrrad gegen die Laufschuhe getauscht.

„Bei den Temperaturen war das kein Zuckerschlecken”, erinnert Amann sich nur ungern an die zurückgelegten 42,195 Kilometer zurück. Nach jeder Meile ist zwar eine Verpflegungsstation eingerichtet, jedoch wird die auch von den Läufern sehnsüchtig erwartet. An den Stationen wird neben diversen Getränken auch Eis verteilt. „Mit Mütze und Trikottaschen voll Eis kann man die Lufttemperaturen besser verkraften”, schöpfte der Zahnarzt alle legitimen Hilfsmittel gegen die Hitze aus.

Aber leider war es an diesem Nachmittag nicht nur die Hitze gegen die er zu kämpfen hatte. „Mir machten einige lästige Darmkrämpfe zu schaffen, so das diverse außerplanmäßige Not-Stopps nötig waren”, war er froh, dass genügend „Dixis” an der Strecke aufgestellt waren.

Nach 3:48,42 Stunden hatte er aber trotz aller Widrigkeiten die Marathonstrecke bewältigt und durchlief erlöst den Zielbogen am Pier von Kailua-Kona. Dort konnte er die ersten Glückwünsche von seiner Familie entgegennehmen.

„Alles in allem ist es mir trotz der Umstände gelungen, einen gleichmäßigen Wettkampf abzuliefern. Hierfür geht natürlich mein Dank besonders an meine Familie, denn ohne das Verständnis meiner Frau und unserer Söhne könnte ich ein solch aufwendiges Trainingsprogramm nicht durchziehen.”
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