Berufsinformation in der Sporthalle

Von: Karl-Heinz Hoffmann
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Gleich zu Beginn des Ausbildungstages herrschte in der Dreifachhalle des Berufskollegs reger Andrang. Insgesamt 770 Schüler von zehn Schulen konnten sich bei 50 Ausstellern über ihren künftigen Ausbildungsberuf informieren. Foto: Karl-Heinz Hoffmann
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An den Ständen der Aussteller wurde geschaut, informiert und nachgefragt, um sich für die berufliche Zukunft ins Bild zu setzen. Ins Auge fiel, dass an den Ständen, zugeschnitten auf die Klientel des Ausbildungstages, überwiegend junge Leute beratend zur Verfügung standen. Starker Zulauf herrschte bei Polizei, Zoll und Bundeswehr. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Simmerath. „Eifeler Auszubildende stehen für einen verlässlichen und kompetenten Fachkräftenachwuchs“, stellte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bei der Eröffnung des 13. Ausbildungstages der drei Eifelkommunen Monschau, Roetgen und Simmerath in der Dreifachhalle des Berufskollegs am Donnerstagmorgen überzeugt fest.

Insgesamt zehn Schulen mit über 770 Schülern der Klassen 9 und 10 bzw. der Jahrgangsstufe 11 rollten an diesem Tag zeitlich aufeinander abgestimmt zwischen 9 und 14 Uhr in der zur Ausstellungshalle umfunktionierten Sporthalle an, um sich bei 50 Ausstellern Informationen zur angestrebten künftigen Berufsausbildung zu verschaffen.

Dass es im Vergleich zum letzten Ausbildungstag in Monschau „nur“ 50 Aussteller waren, erklärte Hermanns mit dem an diesem Tag gleichzeitig stattfindenden „Girls/Boy-Day“ und der „Speed-Dating-Veranstaltung“ der Handwerkskammer.

Von den teilnehmenden Schulen begrüßte Hermanns aus dem Bereich seines Amtskollegen Axel Buch besonders die Leiterin der Hauptschule Kleinau, Ursula Mertens, welche künftig der neuen Sekundarschule vorstehen wird. Von der Stadt Monschau war deren stellvertretender Bürgermeister Peter Theissen zur Eröffnung erschienen, und Roetgen wurde durch Bürgermeister Manfred Eis vertreten, dem Hermanns nochmals für den zur Verfügung gestellten Bodenbelag dankte.

Dieser hatte dann auch einiges auszuhalten, da Schüler um Schüler in die Ausstellungshalle strebte, um sich bei den Betrieben, Unternehmen und Institutionen aus der Nordeifel, aber auch bei überörtlichen Anbietern wie Bundeswehr, Zoll und Polizei Informationen direkt vor Ort zu holen.

Die ganz Gewissenhaften hatten sich mit Notizblock und Kuli ausgestattet und stellten beispielsweise an den Ständen der Eifeler Firmen Dürr, Junker, Picard, Kaulard, Haas, Krings, Myrenne und Hermanns & Kreutz ihre Fragen. Ins Auge fiel, dass die ausstellenden Firmen, zugeschnitten auf die anwesende Schülerklientel, vielfach junge Leute ins Rennen bzw. an ihr Werbestände geschickt hatte.

Traditionell großes Interesse fanden die Ausbildungs- und Einstellungsberater von Polizei, Bundeswehr und Zoll. Hier herrschte teils großer Andrang mit Warteschleifenbildung. Wobei der erste Weg zum Infostand der Bundeswehr von zwei Schülern des Berufskollegs beim Betreten der Ausstellungshalle wie folgt beschrieben wurde: „Wir gehen Panzerfahren.“

Solche waren vor Ort weder am Stand der Bundeswehr, noch an dem des Päpstlichen Werkes für geistige Berufe vorhanden. Dort wurde man allerdings unter Umständen mit den Worten „Darf ich ihnen einen Segen schenken“ angesprochen und erhielt zur ersten Kontaktaufnahme ein Segenskärtchen für das Portemonnaie.

Natürlich wurden an den einzelnen Ständen wiederholt auch gezielt Fragen zur Ausbildungsvergütung gestellt, die beispielsweise bei einer Versicherung im ersten Jahr 828 Euro und im letzten Ausbildungsjahr stolze 977 Euro beträgt. Hinzu kam, anwesende Beamte hatten Tränen in den Augen, ein 13. und 14. Monatsgehalt, das den Berufseinstieg dort versüßen soll.

Positiv macht sich für die künftigen Berufseinsteiger der demografische Wandel bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz bemerkbar. Das Lehrstellenangebot ist wesentlich größer geworden, so dass die Betriebe heute um Auszubildende werben müssen.

Die Chance bei einer Firma genommen zu werden, ist also wesentlich besser geworden. Und wer mehr als eine Ausbildung wollte, konnte sich zudem in der Ausstellungshalle auch über das duale Studium als Alternative zur Ausbildung informieren.

Bürgermeister Hermanns, der sich bei Markus Terodde von der Städteregion Aachen abschließend für die Nutzung der Dreifachhalle bedankte, wünschte allen Schülern nach dem Motto „Ausbildung bringt‘s“ viel Erfolg und gute Gespräche. Auch der 13. Ausbildungstag reiht sich nach der erfolgten Resonanz in die Erfolgsgeschichte dieser Eifeler Berufs-Info-Börse ein und ist im Veranstaltungskalender der drei Nordeifel-Kommunen nicht mehr weg zu denken.

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