Berufsberatung auf vier Rädern

Von: smb
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Unterwegs, um Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf zu beraten: Jessica Lerche fährt mit ihrem Bus durch die Region und hat jede Menge Informationen im Gepäck. Foto: S.M. Berners

Nordeifel. Viele Tausend Kilometer hat das Info-Mobil schon auf dem Buckel. Jessica Lerche und ihre Vorgängerin sind mit der mobilen Beratungsstelle seit 12 Jahren im alten Kreis Aachen unterwegs.

Diesmal macht Lerche auf dem Victor-Parkplatz Station. Die letzte Kundin für diesen Tag verlässt gerade das Infomobil mit einigen Broschüren in der Hand.

„Im Schnitt kommen fünf bis acht Frauen zu mir in die Beratung”, erzählt Lerche. Jede Frau, die Fragen rund um Qualifizierungsmaßnahmen und den Wiedereinstieg in das Berufsleben hat, kann die Beratung kostenlos nutzen. „Dieser Service einer mobilen Beratung ist in NRW einzigartig”, sagt Lerche.

Hinter dem Führerstand des Busses ist eine kleine Sitzgruppe mit Tisch eingerichtet. Dahinter stehen kleine Regale mit vielen Schubfächern. In jedem liegt eine andere Infobroschüre. Viele Frauen, die Lerches Rat suchen, sind in der Familienphase aus dem Beruf ausgeschieden. Manche nur für wenige Jahre, andere sind seit 15 Jahren aus dem Beruf und suchen nun einen Neuanfang. Die meisten Frauen sind zwischen 20 und 55 Jahre alt. „Viele haben Hemmungen zum Arbeitsamt zu gehen. Dabei ist es wichtig, sich als arbeitssuchend zu melden.” Das Info-Mobil ist auf Wochenmärkten oder Parkplätzen anzutreffen. Frauen brauchen keinen Termin, die Atmosphäre ist locker.

Viele Fragen

Was kann ich machen? Wo kann ich mich weiterbilden? Was wird heute an Kenntnissen vorausgesetzt? Und wie muss meine Bewerbungsmappe aussehen?

Mit solchen und vielen anderen Fragen können sich die Frauen an Jessica Lerche wenden. Die Beraterin ist aber in erster Linie Vermittlerin. Vermittlerin von geeigneten Ansprechpartnern und Organisationen, zum Beispiel für die Weiterbildung. In den Regalen im hinteren Teil des Busses liegen unzählige Info-Flyer.

Für jede Kundin sucht Lerche die passenden Unterlagen aus. „Individuelle Beratung ist dabei sehr wichtig. Es ist besser, wenn die Frauen wenige, aber dafür gezielt geeignete Infomaterialien erhalten, als wenn sie später vor einem Wust an Zetteln stehen.” Viele Frauen haben ganz konkrete Vorstellungen, andere nur einen vagen Plan. „Das Interesse im pflegerischen Bereich tätig zu werden, ist sehr groß”, weiß Lerche. Und natürlich hat sie auch für diese Frauen Informationen bereit.
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