Bei Feuerwehreinsatz Phosphorbombe entdeckt

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Einen ungewöhnlichen Einsatz musste die Feuerwehr Roetgen jetzt absolvieren, nachdem in Rott eine Phosphorbombe entdeckt wurde. Foto: Feuerwehr

Rott. Einen Großeinsatz musste die Feuerwehr Roetgen am Freitagnachmittag in Rott bewältigen. Als die freiwilligen Helfer zum einem „Kleinfeuer“ gerufen wurden, ahnten sie noch nicht, dass ihnen ein ungewöhnlicher Einsatz bevorstehen würde.

Um 15 Uhr wurde die Feuerwehr Roetgen durch die städteregionale Leitstelle zur Bekämpfung des Feuers in die Straße „Im Städtchen“ in Rott alarmiert. Umgehend rückten die Löschgruppe Rott sowie der Löschzug Roetgen mit fünf Fahrzeugen aus. Die erste Erkundung vor Ort ergab, dass der Brand von Papier und Lappen bereits vor Eintreffen der Feuerwehr durch die Anwohner mit einem Gartenschlauch gelöscht wurde. Eine Person hatte sich bei diesem Löschversuchen verletzt.

Durch die Einsatzleitung wurde daraufhin ein Trupp mit Atemschutz zu Nachlöscharbeiten und ein weiterer Trupp zur ersten medizinischen Betreuung der verletzten Person eingesetzt. Gleichzeitig wurde zur weiteren medizinischen Versorgung ein Rettungswagen nachgefordert. Die verletzte Person wurde schließlich zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Während der Löschmaßnahmen wurde dann eine zunächst unbestimmte Substanz festgestellt, die den Brand immer wieder anfachte. Ferner wurde ein stark verrostetes Metallbehältnis gefunden.

Auf Nachfrage bei den Anwohnern konnte festgestellt werden, dass der Sohn der Familie dieses Objekt im Wald gefunden und mitgebracht hatte. Umgehend wurde ein Fachberater CBRN (Chemie) nachgefordert.

Aufgrund der Schilderung der Anwohner verstärkte sich die Vermutung, dass es sich um eine alte Phosphorgranate aus Kriegszeiten handelte. Diese Vermutung wurde auch durch den eingetroffenen Fachberater CBRN bestätigt, so dass der Kampfmittelräumdienst des Landes alarmiert wurde. Das regelmäßig aufflammende Objekt wurde währenddessen mit Asche bedeckt, so dass das weitere Abbrennen gestoppt werden konnte. Bis zum Eintreffen des Kampfmittelräumdienstes wurde die Lage ständig durch einen Trupp mit Atemschutz kontrolliert. Bei Bedarf wurde nachgelieferter Sand zum Niederhalten des Brandes eingesetzt.

Der Kampfmittelräumdienst konnte schließlich bestätigen, dass es sich um eine alte amerikanische Brandgranate handelte, die mit weißem Phosphor gefüllt war. Nach Entsorgung der Granate sowie des kontaminierten Brandgutes konnte der Einsatz der Feuerwehr gegen ca. 18.15 Uhr beendet werden.

Vor Ort waren neben der Feuerwehr ebenfalls die Polizei, der stellvertretende Kreisbrandmeister, der Kampfmittelräumdienst des Landes NRW sowie das Ordnungsamt der Gemeinde Roetgen.

Eingesetzt wurden 17 Einsatzkräfte des Löschzuges Roetgen sowie neun Einsatzkräfte der Löschgruppe Rott. Die Einsatzleitung lag in den Händen von Brandoberinspektor Max Nüßler.

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