Bei der Premiere gleich auf den dritten Platz gekämpft

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Simmerath/Einbeck. „Turnvater Jahn“ ist wohl hierzulande jedem ein Begriff. Was man jedoch unter dem nach dem Gründer der Turnbewegung benannten „Jahn-Neunkampf“ versteht, dürfte wohl selbst bei den Mitgliedern des Deutschen Turnerbundes (DTB), zu dessen Wettkampfprogramm der Jahn-Neunkampf gehört, eher als Insiderwissen gelten.

Drei turnerische Disziplinen (Sprung, Stufenbarren und Boden), drei leichtathletische Disziplinen (100-Meter-Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen) sowie drei Disziplinen aus dem Schwimmsport (Kunstspringen, 25-Meter-Tauchen und 100-Meter-Schwimmen) bilden den Neunkampf, der auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene ausgetragen wird.

Eine Sportlerin, die den Jahn-Neunkampf nicht nur aus der Theorie kennt, sondern ihn aktiv betreibt, ist Rebecca Abel aus Simmerath. Mit ihren Leistungen hatte sich die 20-jährige Sportstudentin, die die Farben der Hansa Simmerath vertritt, bei den Qualifikationskämpfen in Koblenz ihren Weg zu den Deutschen Meisterschaften im niedersächsischen Einbeck gebahnt.

Auch, wenn Rebecca Abel sich schon seit vielen Jahren an den Mehrkämpfen des DTB (Turnen und Leichtathletik) beteiligt, so war der Jahn-Neunkampf, für den man laut Wettkampfordnung mindestens 20 Jahre alt sein muss, dennoch Neuland.

Ohne große Erwartungen stand somit für sie in Einbeck wohl eher der olympische Gedanke „dabei sein ist alles“ im Vordergrund, denn alleine die Teilnahme an den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften, zu deren verschiedenen Wettkämpfe insgesamt mehr als 1300 Sportlerinnen und Sportler gemeldet waren und deren besondere Atmosphäre nicht nur unter den Aktiven geschätzt wird, ist schon ein Erlebnis der besonderen Art.

So startete Rebecca gelassen in den Wettkampf und lieferte zunächst in den turnerischen Disziplinen in gewohnter Weise solide Leistungen mit nur kleinen Fehlern ab. Bei den leichtathletischen Disziplinen zeigte sie dann Nerven und blieb insbesondere beim Kugelstoßen unter ihren Möglichkeiten.

Bei den Schwimmdisziplinen wuchs Rebecca über sich hinaus und übertraf selbst beim Kunstspringen, für das sie nur sehr eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten hat, alle Erwartungen.

Zwölfstündiger Wettkampf

Nach dem über zwölfstündigen Wettkampftag sollte das „Dabeisein“ für Rebecca Abel dann doch nicht alles gewesen sein, denn mit ihren Leistungen hatte sie sich einen tollen dritten Platz erkämpft und durfte bei der Siegerehrung mehr als zufrieden das Podest betreten und bereits bei ihrer persönlichen Jahn-Neunkampf-Premiere ihre Medaille stolz in Empfang nehmen.

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