Roetgen - Bei Alarmierungen von 7 bis 17 Uhr wird es knapp

Bei Alarmierungen von 7 bis 17 Uhr wird es knapp

Von: Helga Giesen
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Auf der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Roetgen wurden zahlreiche Ehrungen und Beförderungen ausgesprochen. Foto: H. Giesen

Roetgen. Blaue Uniformen bestimmten am Freitagabend das Bild im Sitzungssaal des Roetgener Rathauses. Die Aktiven, Inaktiven und Jugendlichen der Freiwilligen Feuerwehr zogen auf ihrer Mitgliederversammlung eine ausführliche Bilanz des vergangenen Jahres.

In Vertretung von Bürgermeister Manfred Eis begrüßte sein allgemeiner Stellvertreter Dirk Recker die Wehrleute aus den Standorten Roetgen und Rott mit Wehrführer Joachim Wynands und seinem Stellvertreter Joachim Grefen an der Spitze sowie den Kreisbrandmeister Bernd Hollands.

Zur allgemeinen Lage der Feuerwehr legte Wehrführer Joachim Wynands einen ausführlichen Jahresrückblick vor (Bericht folgt), über Mitgliederentwicklung und Ausbildung berichtete Joachim Grefen.

Der Roetgener Feuerwehr gehören zurzeit 73 aktive Mitglieder an, davon 51 am Standort Roetgen und 22 am Standort Rott. In der Alters- und Ehrenabteilung sind 16 Mitglieder tätig, die, organisiert von Walter Breuer, die Aktiven bei vielen Arbeiten nach Kräften unterstützen. 19 Jungen und Mädchen werden in der Jugendfeuerwehr auf eine Übernahme in den aktiven Dienst vorbereitet. Zehn- bis 18-Jährigen wird nicht nur eine feuerwehrtechnische Ausbildung geboten, sondern auch ein umfangreiches Freizeitangebot. Höhepunkte in 2013 waren die Teilnahme am Erwerb der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr und die schon traditionelle Jahresfahrt nach Holland. Für die Jugendfeuerwehr zeichnet Jürgen Heck mit einem engagierten Betreuerteam verantwortlich.

Bedingt durch auswärtige Arbeitsstellen der Feuerwehrmitglieder sei die personelle Lage in der Zeit von 7 bis 17 Uhr sehr angespannt, berichtete Joachim Grefen. Daher galt sein Dank auch Jochen Frank, Peter Josef Strauch, Andreas Schwartz und André Sundermann, „die in Roetgen arbeiten und außer in ihren Heimatwehren auch hier in der personell schwach besetzten Zeit zur Verfügung stehen“.

Mit 78 Alarmierungen lagen die Einsätze 2013 etwas über den langjährigen Durchschnitt. Fit für die vielfältigen Aufgaben von Brandbekämpfung bis zur technischen Hilfeleistung halten sich die Aktiven durch den Besuch zahlreicher Schulungen und Weiterbildungen auf Standort- und Kreisebene sowie am Institut der Feuerwehr (IdF) in Münster. Damit werde der qualitativ hohe Ausbildungsstand gefestigt und ausgebaut, wobei neben fachspezifischen Ausbildungen auch Strategien für die Gewinnung von Führungskräften berücksichtigt werden.

Der Dank der Wehrführung galt dafür insbesondere dem Ausbildungsbeauftragten Stephan Schatz für die Organisation. Stellvertretend für die Zug- und Gruppenführer, die die alltägliche Arbeit vor Ort zur Sicherung des hohen Ausbildungsstandes leisten, wurden die Kameraden Frank Lenzen und Rolf Linzenich (Roetgen) sowie Frank Peters und Gert Schmitt (Rott) genannt.

Roetgener Wehrleute nahmen im vergangenen Jahr 44 Mal an Ausbildungen auf Städteregionsebene teil, siebenmal wurden Fortbildungen am IdF besucht. Joachim Wynands nahm an zwei Seminaren am Bundesamt für Bevölkerungsschutz in Ahrweiler teil. Zwei Gruppen aus Roetgen und eine aus Rott mit je neun Mitgliedern beteiligten sich erfolgreich am Leistungsnachweis.

Positive Ausbildungsbilanz

Diese positive Ausbildungsbilanz schlug sich auch in zahlreichen Ehrungen und Beförderungen nieder. Für seinen besonderen Einsatz wurde Daniel Weiß von Kreisbrandmeister Bernd Hollands mit der silberneren Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. Der gerade neu ernannte Hauptfeuerwehrmann war 1998 in die Jugendfeuerwehr eingetreten und ist seit 2006 im aktiven Dienst. Inzwischen hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und bringt diese Erfahrungen mit großem Engagement auch ehrenamtlich in die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr ein.

Mit Philip Benedini, Kevin Breuer und Bryan Huppertz (Standort Roetgen) sowie Robin Zimmermann (Standort Rott) konnten vier Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen und zum Feuerwehrmann ernannt werden. Nach Erfüllung der vorgeschriebenen Dienstzeit und weiterer Ausbildung wurden Tom Bartos (Roetgen) zum Oberfeuerwehrmann sowie neben Daniel Weiß auch Stephan Lang, Alex Schwambach und Sven Winands (alle Rott) zum Hauptfeuerwehrmann befördert. „Einige Streifen mehr“ konnten die Wehrführer an Stefan Plath und Michael Hoven überreichen, die jetzt Brandmeister sind. Andreas Schatz wurde zum Brandinspektor und Frank Lenzen (alle Roetgen) zum Brandoberinspektor befördert.

Leider galt es auch ein verdientes Mitglied aus dem aktiven Dienst zu verabschieden. Aus gesundheitlichen Gründen musste sich Reiner Graff in die Alters- und Ehrenabteilung versetzen lassen. Viele Jahre gehörte der Gemeindebrandinspektor der Wehrführung an, zuletzt als stellvertretender Wehrleiter und Leiter Atemschutz. Seine Kameraden dankten ihm seinen Einsatz mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. Zum neuen Leiter Atemschutz wurde Frank Lenzen ernannt.

Auf eine 50-jährige Mitgliedschaft in der Roetgener Feuerwehr blickt Ehrenmitglied Paul-Leo Voigt zurück. Für seine Treue und seinen immer noch tatkräftigen Einsatz in der Alters- und Ehrenabteilung wurde ihm mit einem Präsent gedankt.

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