B258: „Nur eine Ampel bringt die Lösung“

Von: P. St.
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Treffpunkt Verkehrsknotenpunkt Bundesstraße/Rosentalstraße in Roetgen: Für die SPD ist das Problem nur mit einer Ampelanlage nachhaltig zu lösen. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Als sich die SPD-Städteregions-Fraktion jetzt mit ihren Roetgener Parteifreunden an der Bundesstraße 258/Ecke Rosentalstraße in Roetgen traf, ging es laut zu: Die Verkehr rollte unaufhörlich und der Dialog musste etwas stimmkräftiger geführt werden, um das eigene Wort zu verstehen. Dort herrscht Betrieb wie an einem Autobahnzubringer (was die B258 ja auch zum Teil ist) und die Abbiegemanöver in Mühlen- und Rosentalstraße sind für die Autofahrer häufig gewagte Manöver.

Niemand wird abstreiten, dass die Situation am Pferdeweiher ziemlich problematisch ist, aber bei der Lösung des Problems gehen die Auffassungen derzeit noch weit auseinander. Der Vorstoß der Gemeinde Roetgen, an diesem Verkehrsknotenpunkt eine Ampel zu installieren, hat weder bei der Städteregion Aachen, die letztlich die Anordnung treffen müsste, noch bei den Nachbarkommunen Monschau und Simmerath, bislang positive Resonanz gefunden.

Jetzt legte die SPD beim Ortstermin noch einmal nach, und nachdem der Roetgener SPD-Fraktionssprecher Klaus Onasch noch einmal die möglichen Varianten dargestellt, war für ihn eindeutig: „Nur eine Ampel bringt die Lösung!“

Martin Peters, der SPD-Fraktionsvorsitzender im Städteregionstag, sah momentan eine „sehr emotionale Debatte“, und Landtagsabgeordneter Stefan Kämmerling forderte, dass er Dialog um die beste Lösung fortgesetzt werden müsse.

Zuvor hatte Klaus Onasch („Es muss hier etwas passieren“) noch einmal die aktuelle Situation dargestellt. Nachdem sich an der Bundesstraße neue Geschäfte angesiedelt hätten und weitere Aktivitäten in Aussicht stünden, sei jetzt Handlungsbedarf gegeben, zumal Roetgen zu den wenigen Kommunen mit Bevölkerungszuwachs gehöre. Für die Verbesserung der Verkehrssituation an diesem Punkt hat der Discounter Aldi der Gemeinde zudem 40.000 Euro bereit gestellt.

Während der Landesbetrieb Straßenbau und die Gemeinde Roetgen eine Ampelanlage als realistische Lösung sähen, so Onasch weiter, was auch durch eine umfangreiche Machbarkeitsstudie belegt worden sei, favorisiere die Städteregion auf der Grundlage eines eigenen Gutachten einen Kreisverkehr. Einer solchen Lösung, so Onasch, könnten sich wohl alle Beteiligten anschließen, sie lasse sich aber nicht realisieren, weil dafür Grundstückserwerb von Roetgen-Theme und der Gemeinde erforderlich sei, aber die Eigentümer „nicht verkaufsbereit“ seien.

Ein so genannter Turbokreisel scheidet nach Auffassung von Onasch aus, weil damit die Situation für die Fußgänger und die Busse verschärft werde. Sein Fazit: „Also bleibt nur die Ampel.“ Auch der Vorschlag der Städteregion mit kleinen baulichen Veränderungen das Problem zu lösen, sei nicht nachhaltig. „Das ist keine gleichwertige Alternative und auch kein sachgerechter Umgang mit den Bürgern.“

Bürgermeister Manfred Eis erwartet von der Städteregion, dass sie nun als Anordnungsbehörde tätig werden müsse. Über einen Kreisel mit 38 Metern Durchmesser brauche man sich angesichts der genannten Grundstücksverhältnisse nicht zu unterhalten. Wenn der Landesbetrieb zudem eine Ampel als sinnvolle Lösung sehe, könne man davon ausgehen, dass die Bundesstraße auch bei einer zweiten innerörtlichen Ampel ihre Funktion als überörtliche Verkehrsverbindung weiterhin erfüllen werde.

Aus der Sicht von Stefan Kämmerling müssen die Gespräche nun am runden Tisch mit dem Landesbetrieb und der Städteregion fortgesetzt werden. Die Diskussion sollte dabei ergebnisoffen geführt werden. Eine Verbesserung der jetzigen Situation dürfe nicht weiter aufgeschoben werden.

In Zusammenhang mit der Errichtung einer Ampelanlage, so die Einlassung von Ratsherr und Anwohner Karsten Knoth, müsse angesichts eines Fahrzeugaufkommens von sieben bis acht Millionen Fahrzeugen pro Jahr, auch die Immissionsbelastung untersucht werden.

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