Nordeifel - B258: Das Thema Mäusetunnel hat sich erledigt

B258: Das Thema Mäusetunnel hat sich erledigt

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
Im September 2008 wurden so ge
Im September 2008 wurden so genannten „Mäusetunnel” auf der B 258 zwischen Fringshaus und Roetgen montiert. Jetzt verschwinden die Leitschwellen endgültig. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Die so genannten Mäusetunnel auf der B258 zwischen Fringshaus und Roetgen sind seit Jahren ein dauerhaftes Ärgernis für die Autofahrer. Auf einer Länge von anderthalb Kilometern lassen die rund zehn Zentimeter hohen Kunststoff-Leitschwellen auf der Fahrbahnmitte bei Pendlern den Adrenalinpegel ansteigen.

Jetzt hat sich das stets emotional diskutierte Thema erledigt, denn die eigenartige Form der Verkehrsberuhigung verschwindet nun endgültig. Diese erfreuliche Mitteilung machte jetzt CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wirtz bei einem Besuch seiner Parteifreunde in Monschau.

Wohl wissend, dass er mit dieser Ankündigung schon häufiger aufwartete, den Worten aber dann keine Taten folgten, sagt der Stolberger Abgeordnete, dass diesmal ernst gemacht werde. In einem aktuellen Gespräch mit dem Leiter des Landesbetriebes Straßenbau Edgar Klein, habe dieser versichert, dass die Mäusetunnel umgehend entfernt würden. Es bedürfe nur einer Arbeitsanweisung. Wirtz zeigte sich erleichtert, dass auch mit der Unterstützung der Städteregion dieses Ärgernis von der wichtigsten Verkehrsader zwischen der Eifel und Aachen nun endlich verschwinde.

Die Leitschwellen waren im September 2008 montiert worden, um gefährliche Überholmanöver auszubremsen. Besonders im Winter aber erwiesen sich die erhöhten Fahrbahnteiler als Verkehrshindernis erster Klasse. Bei stehendem Verkehr gab es kein Weiterkommen mehr, tausenden Autofahrer standen genervt im Stau; auch für Streu- und Räumfahrzeuge gab es kein Durchkommen mehr, und auch Rettungsfahrzeuge erfuhren Behinderungen.

Bernd Aulmann, Sprecher der Regionalniederlassung Ville-Eifel des Landesbetriebs in Euskirchen, bestätigte am Dienstag, dass die Mäusetunnel im Laufe des Frühjahrs abgebaut würden. Da es sich aber um eine „größere Aktion” handele, müsse diese Maßnahme zunächst ausgeschrieben werden.

Die Entfernung der Leitschwellen erfolge unabhängig davon, wie es mit der weiteren Verkehrsführung auf der B258 weitergehe, sagte Wirtz mit Blick auf die Situation im Bereich Fringshaus. Hier ist aus Richtung Lammersdorf gesehen eine großzügige Einfädelspur in die B 258 vorgesehen; die Umsetzung scheiterte aber bisher an den Grundstücksverhandlungen mit den belgischen Behörden.

Noch gravierender ist aus der Sicht von Axel Wirtz und auch der CDU Monschau, dass endlich auf der Monschauer Straße im Bereich Oberforstbach eine Situation geschaffen wird, die einen zügigen Verkehrsfluss gewährleistet. Wirtz erinnert daran, dass mit der Höherstufung der Monschauer Straße zur Bundesstraße unter gleichzeitigem Verzicht einer Ortsumgehung Brand die Erwartung verbunden sei, dass auch im Bereich Oberforstbach der Verkehrsfluss verbessert werde. Über diese Notwendigkeit sei ein regionaler Konsens hergestellt worden.

Die aktuellen Zahlen der Pendlerströme (aus den drei Eifelkommunen Monschau, Simmerath und Roetgen bewegen sich täglich rund 5000 Berufstätige allein in Richtung Aachen) zeigten, dass eine leistungsfähige Verkehrsachse nach Aachen unverzichtbar sei, ergänzt der Monschauer CDU-Fraktionsvorsitzende Micha Kreitz.

Den Hinweis seitens der Stadt Aachen, auf den ÖPNV als Alternative zum Individualverkehr auszuweichen, bezeichnet Axel Wirtz als nicht praxisbezogen. Er erwarte eine offene Aussprache darüber, welche Maßnahmen für eine leistungsfähige Straße notwendig seien. Ob dies Einfädelspuren, Kreisverkehre, oder eine Drei- oder Vierspurigkeit sei, solle von den Fachleuten ermittelt werden.

Auch Monschaus CDU-Vorsitzender Alexander Lenders erwartet von der Stadt Aachen, dass sie ihre starre Haltung aufgebe. „Es ist keine gelebte Städteregion, wenn dieses Thema von Aachener Seite einseitig abgeräumt wird.” Er erwarte von der Stadt Aachen bei der Lösung gemeinsamer Fragen auch eine entsprechende „Geisteshaltung.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert