Austauschschülerinnen aus China zu Gast in Monschau

Von: Clara Lamm
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26 chinesische Gastschüler aus Ningbo sind im Rahmen eines Austauschprojekts des Bischöflichen Pius-Gymnasiums zurzeit zu Gast in Aachen. Fünf von ihnen besuchten nun Monschau. Foto: Julia Hermanns

Monschau. Regenwolken am Himmel, von Touristen und Einheimischen bevölkerte Straßen, und mittendrin hört man immer wieder ein paar Wortfetzen wie „ni hao” oder „xiexie”.

Denn an diesem Nachmittag befinden sich auch fünf chinesische Mädchen in Monschau, die mit ihren Austauschschülern und deren Familien die Stadt erkunden.

Die insgesamt 26 chinesischen Gastschüler aus Ningbo in der Nähe von Shanghai sind zusammen mit einigen Lehrern sowie dem Direktor der Ningbo Foreign Affairs School vor wenigen Tagen angereist. Im Rahmen des seit etwa vier Jahren bestehenden Austauschprojekts des Bischöflichen Pius-Gymnasiums in Aachen verbringen die Schüler zehn Tage in ihren deutschen Gastfamilien.

Bei ihrem abwechslungsreichen Programm lernen sie nicht nur Aachen, sondern auch Städte wie Köln und Oberhausen kennen oder erstellen zusammen mit ihren deutschen Partnern kreative Collagen. Nachdem die Schüler am Tag zuvor noch Paris besichtigt haben, kann man fünf von ihnen nun im beschaulichen Monschau antreffen.

Erster Anlaufpunkt ist die „Römische Glashütte”, in welcher jedes Glasstück, darunter Tierfiguren und verschiedene Gefäße mit bewundernden Blicken und auch dem einen oder anderen Foto bedacht werden.

Nachdem alle eingetroffen sind, begibt sich die nun dreizehnköpfige chinesisch-deutsche Gruppe zur Glasbläservorstellung. Hier demonstriert Glasbläser Valdemar Sousa sein Können, indem er aus geschmolzenem Glas ohne irgendwelche Vorlagen innerhalb weniger Minuten wunderschöne kleine Tierfiguren fertigt. Größere Gefäße müssen nach der Bearbeitung erst ca. sechzehn Stunden in die Kühlkammer, in welcher sie langsam auf Zimmertemperatur abkühlen.

Der anschließende Fußmarsch endet zunächst in der „Senfonie”. Dieses kleine „Ecklädchen für Genießer” besteht seit sechs Jahren und gehört zur historischen Senfmühle in Monschau. Doch die fünf Mädchen aus Ningbo stehen der Spezialität des Hauses, dem Senf, eher skeptisch gegenüber und sind viel mehr an den verschiedenen Marmeladensorten und dem Monschauer Sekt interessiert.

Geschützt durch einige Regenschirme wagt man nun den Anstieg auf die Monschauer Burg. Oben angekommen wird trotz Regen wieder die Kamera gezückt. Beim anschließenden Abstieg können die chinesischen Mädchen teils gar nicht glauben, dass einige Gebäude schon ca. 300 Jahre alt und trotzdem noch erhalten sind. Als Beweis wird jedes Schild mit Jahreszahl fotografiert.
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