Monschau - Ausstellungseröffnung: 25 Jahre Kunstkreis Nordeifel Monschau

Ausstellungseröffnung: 25 Jahre Kunstkreis Nordeifel Monschau

Von: mon
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Erfolgreich eröffnet: Vorstand und aktive Mitglieder des Kunstkreises Monschau, Mitglieder von Stadt und Rat sowie Freek Suringh, Geschäftsführer des Carat Hotels, eröffneten die Ausstellung „Spiegelung“ in Monschau. Foto: V. Monterey

Monschau. „Wir sehen die Welt bei Bildern seitenverkehrt, mal verzerrt oder mal gespiegelt“, sagte Hilmar Weber, 1. Vorsitzender des Kunstkreises Nordeifel Monschau, während der Eröffnungsrede der Ausstellung zum 25-jährigen Bestehen des Vereins im Carat-Hotel.

Unsere Sehgewohnheiten teilten das Bild in Original und Spiegelung und nur geringe Veränderungen der Darstellung brächten uns zum Nachdenken. Rund 55 Exponate werden hier vom 6. April bis zum 29. Juni von 21 Aktiven von insgesamt 30 Mitgliedern des Vereins ausgestellt. Der Verein habe es verstanden, sich stets zurückhaltend und prägnant darzustellen, sagte der Allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin, Hermann Mertens, in Vertretung der Schirmherrin der Ausstellung, Margareta Ritter.

Im Namen von Stadt und Rat der Kommunen Monschau, Simmerath und Roetgen begrüßte er alle anwesenden Künstler, aktive und stille Mitglieder, Freunde der Kunst und den Geschäftsführer des Carat Hotels Freek Suringh und Ehefrau Natascha, die abermals ihre Räumlichkeiten für eine interessante und sehenswerte Ausstellung geöffnet haben – eine Ausstellung, die gerade durch ihre Vielfältigkeit überzeugt.

„Ein buntes Gemisch außerordentlich interessanter Auslegungen von Kunst“, sowohl von Profis als auch von Autodidakten, bestätigte Herbert Baltus, Schriftführer des Kunstkreises Nordeifel. Dementsprechend überfüllt war der Veranstaltungssaal im Carat-Hotel, gehoben die Stimmung, musikalisch untermalt von der vierköpfigen belgischen Gruppe „Lespoissansnez“ (Akkordeon, Klarinette, Trommel, Gitarre, Gesang), die mit Eigenkompositionen und fremden Stücken mit bretonischen und Irish-Folk Einflüssen unterhielt.

Rückblick auf 25 Jahre

Nach der Begrüßung der vielen anwesenden Gäste gewährte der 1. Vorsitzende einen interessanten Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre. Sieben Teilnehmer an den VHS-Kursen „Zeichnen und Malen mit Paul Siebertz“ fanden sich im Jahr 1989 zusammen, um ihrem geschätzten Lehrmeister zu dessen 75. Geburtstag „eine Freude zu bereiten“, berichtete Weber. Mit einem Bildband sollte das umfangreiche künstlerische Schaffen des akademischen Kunstmalers gewürdigt werden.

So erschien im Mai des folgenden Jahres im Eigenverlag der Bildband „Paul Siebertz und das Hohe Venn“ mit Texten von Ludwig Ernst. Daraufhin entwickelte sich ein reges Vereinsleben. Gemeinsame Museumsbesuche, Planung und Organisation von Ausstellungen ließen das Interesse und die Mitgliederzahlen wachsen, ebenso die Malwettbewerbe an Monschauer Schulen.

Unter Mithilfe von zahlreichen Spenden verschenkte der Kunstkreis die von dem Bildhauer Klaus Gehlen geschaffene Bronzeskulptur „Maaßens Päulche“ sowie das Kunstwerk am Kreisverkehr Flora und hinterließ damit sichtbare Spuren. Ebenso mit der Ausstellung der Mitglieder im Foyer und im vierten Stock des Hotels. Die Bilder, die sich alle mit dem Thema Spiegelung auseinandersetzen, ob in Öl, Acryl, Aquarell oder Mischtechnik, auf Leinwand oder so wie die Arbeiten von Dr. Hajo Peters auf Holz, gar Treibgut und die drei Bronzeskulpturen von Klaus Gehlen setzen Zeichen, regen zur Auseinandersetzung mit dem Thema, dem Titel der Ausstellung ein.

„Klein, aber fein“ sei die Ausstellung, betonte Hans-Joachim Könen aus Kalterherberg, man könne „die Spiegelung verschieden auffassen“, umgesetzt in Landschaftsbildern, Porträts, Akten oder abstrakt, die Spiegelung des Wassers, des Himmels, des menschlichen Angesichts, seines Denkens oder in der mathematischen Spiegelung.

Besonders interessantest ist der bewegliche Bronzeguss „Spiegelverkehrt“ von Klaus Gehlen im Eingangsbereich des Hotels. Zwei Männer stehen sich gegenüber von einer Glasplatte getrennt, die einen Spiegel suggeriert. Die beweglichen Figuren sind Mensch und Spiegelbild, bewegt sich der eine, bewegt sich der andere, es gibt kein Entkommen von dem eigenen Schatten.

Anders präsentiert sich ein von der Autodidaktin Irmgard Großgloß gemaltes Acrylbild, das noch am Tag der Vernissage eine Käuferin fand. Die Landschaft in verhaltenen Farben überzeugte Margot Cellbrot aus Alsdorf. „Es ist ausdrucksstark, hat Tiefe und wirkt beruhigend.“ Die Auenlandschaft in Ocker, gedeckten Gelbtönen, Umbra und Schwarz verbleibt aber noch bis zum Ausstellungsende im Hotel.

Zufrieden war auch der Geschäftsleiter, der die Schönheit der Eifel, Natur und Kunst gern vereint sieht und gerne den Verein unterstützt. „Wir sind mit Herz und Seele dabei“, sagte er.

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