Ausstellung: „Spiegelwelten – Bilder im Dialog“

Von: avl
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Von links: Dr. Josef Schreier, Margareta Ritter, Elisabeth Adenauer, Harpreet Sodhi, Dr. Ronald Sequeira, Jósef Górka und Evelyn Manamayil. Foto: Bert van Londen

Monschau. Der Ausstellungsort, der Kreuzgang des Auklosters, konnte für die sehenswerte spirituelle Malerei der aus Indien stammenden Ärztin und Malerin Harpreet Sodhi nicht besser gewählt sein.

Groß- und kleinformatige Gemälde in einer der Künstlerin ganz eigenen Farb- und Formensprache, schmücken die vielen Wandflächen des Auklosters. Die indischen Wurzeln ihres künstlerischen und philosophischen Kontextes bereichern und sind nicht zu verleugnen.

„Das Andersartige, Fremde in ihren Werken ist uns aber doch auf eine merkwürdige Weise so vertraut, dass es zu uns sprechen kann. Ja es löst sogar aus, dass wir auf eine andere und neue Weise nun unsererseits von dem sprechen können, was uns zuinnerst bewegt“, so Dr. Josef Schreier in seiner Eröffnungsrede.

Dies schien zumindest drei Menschen aus Monschau so ergangen zu sein, die von Harpreet Sodhis Bilder so berührt waren, dass daraus ein intensiver bildnerisch-literarischer Dialog entstand, der nun vielen ausgestellten Bildern in Form von Gedichten, Lyrik und spirituellen Texten anheimgestellt wurde und die Werke Sodhis um eine weitere Verständnis- und Kunstebene bereichert.

Mit Anmut und Präzision

Neben den Gemälden und Texten von Dr. Josef Schreier, Vincent Rudolf und Józef Górka kamen die vielen Besucher der Vernissage auch in den Genuss eines weiteren Bausteins, der ermöglicht den Tiefgang des Daseins, die Deutung der Menschen aus ihren Erfahrungen heraus intuitiv zu erfassen: dem des traditionellen indischen Tanzes.

Dr. Ronald Sequeira führte das Publikum mit allerlei wissenswerten Hintergrundinformationen über Spiritualität und indischem Tanz ein. „Gerade die klare Sprache des traditionellen indischen Tanzes verdeutlicht das – frei nach Goethes Faust – was die Welt im Inneren zusammenhält. Die beiden Tänzerinnen Elisabeth Adenauer und Evelyn Manamayil verzauberten das Publikum mit ihrer Anmut und Präzision.

Harpreet Sodhi wurde in Punjab, Nord-Indien, in einer traditionellen Arzt-Familie geboren, erwarb dort verschiedene akademische Grade und absolvierte in Deutschland ihr Medizinstudium und wurde Ärztin. Die in Imgenbroich lebende Künstlerin „infizierte“ sich bereits in ihrer Kindheit mit Kunst und Spiritualität. Erst vor einigen Jahren gab sie ihrem Impuls, wieder zu malen, Raum.

„Auslöser für meine kreativen Phasen ist immer eine mich plötzlich überkommende neue Wahrnehmung der Umwelt, vor allem der Natur, oder Erfahrungen aus der Meditation. Dabei spielt dann für mich die Auswahl der Farben eine zentrale Rolle. Ich wähle die Farben stets intuitiv aus. In meinem Unterbewusstsein besteht offensichtlich eine Korrelation zwischen meinen Gefühlen und bestimmten Farben,“ sagt Harpreet Sodhi über sich selbst.

Ihr Wunsch, dass ihre Bilder den Betrachter aus den Mühen des Alltags heraus in eine lebensbejahende Einstellung versetzen und ihn so zu einer spirituellen Erfahrung anregen, scheint voll aufzugehen. Denn für die Künstlerin und für alle anderen Beteiligten scheint eines völlig klar: Nur das Spirituelle kann ein Menschenleben wirklich erfüllen.

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