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Ausstellung im Wildgehege Hellenthal über Fledermäuse in Wohnungsnot

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Mit Bildern und zwei Filmen erhält der Besucher in der Ausstellung im Wildgehege Hellenthal seltene Einblicke in die Lebens- und Wohnräume der Fledermäuse.

Hellenthal. Die Wanderausstellung der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU) über Fledermäuse im Siedlungsbereich ist noch bis zum Samstag, 1. August, im Wildgehege Hellenthal zu sehen. Das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW geförderte Projekt zeigt Auge in Auge mit großformatig gedruckten Fledermäusen faszinierende Details der außergewöhnlichen Insektenjäger.

Der Zuschauer bekommt mit Bildern und zwei Filmen seltene Einblicke hinter die Kulissen in die Lebens- und Wohnräume der Flattertiere. „In unserer heutigen Siedlungslandschaft haben es Fledermäuse schwer, Quartiere zu finden” sagt Dr. Henrike Körber. „Viele Hausbesitzer verputzen oder dichten oft unbewusst Quartiere der kleinen Versteckkünstler ab.”

Im Prinzip sind Fledermäuse pflegeleichte Mitbewohner. Sie brauchen in der Regel nur Fingerbreite Einschlüpfe, um die Hohlräume in der Fassade zu nutzen. Sie nagen sich nicht durch, tragen kein Material ein und die kleinen staubtrocknen Kotkrümel, die sie am Ausflug fallen lassen, können bestens weggekehrt werden.

„Unsere fliegenden Verwandten sind große Traditionalisten” weiß die Fledermausexpertin, „sie kehren in der jeweiligen Saison über viele Jahre oder Jahrzehnte an die bekannten Winter- oder Sommerquartierstandorte zurück. Was für ein Schicksalsschlag, wenn dann das Quartier weg ist.”

Besonders wichtige Quartiere sind neben den Winterquartieren die großen Weibchenkolonien im Sommer, die Wochenstuben, in denen die Jungen groß gezogen werden. Wegen der Menge der Tiere bleiben sie selten unbemerkt. Ein Quartierverlust bei Wochenstuben kann für manche Arten populationsbedrohend sein.

Hier ist bei den Hausbesitzern Toleranz gefragt, um die Artenvielfalt zu erhalten. Wenn nicht jede Ritze und jeder Spalt verschmiert wird, hat eine kleine Maßnahme eine große Wirkung für die Fledermäuse und die Lebensqualität der Menschen im Siedlungsbereich. Die nächtlichen Insektenjäger erfreuen die Beobachter nämlich nicht nur mit ihren Flugkünsten, sondern halten den Menschen auch die lästigen Insekten vom Hals.

Wer sich tiefer in die Materie einlesen möchte, dem stehen zwei Projekteigene Flyer, die zugehörige Internetseite www.LNU-burgvogelsang.de und weiteres Informationsmaterial kostenlos zur Verfügung. Die Ausstellung wirbt für die Erhaltung und Schaffung von Fledermausquartieren und bietet mit den ausgestellten Fledermauskästen und Einbausteinen gleich einen Einstieg in den praktischen Naturschutz an den eigenen vier Wänden.

Fledermausabend

Am Donnerstag, 23. Juli, wird um 20.30 Uhr zu einem Vortrag über Fledermäuse in das Restaurant „Zum Adler” am Wildgehege Hellenthal eingeladen. Im Anschluss an den Vortrag gibt es eine Exkursion in die Umgebung, um Fledermäuse live zu erleben. Für den Vortrag und die Exkursion wird ein kleiner Beitrag erhoben: Erwachsene 6 Euro, Kinder 4 Euro. Um Anmeldung wird gebeten unter 02482/2292 oder E-Mail: info@wildgehege-hellenthal.de
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