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Ausnahmezustand auf dem Burgring am Samstag in Monschau

Von: P. St.
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Burgring
Am Samstag werden die Fällarbeiten am Burgring fortgesetzt. Foto: Stollenwerk
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Aufgrund der Lage am Steilhang muss der Burgring komplett gesperrt werden. Foto: Stollenwerk

Monschau. Auf dem Burgring in Monschau läuft am Samstag, 16. November, nichts. Hier herrscht Ausnahmezustand. Der Abschnitt der B 258 zwischen Kreisverkehr Flora und Schwimmhalle wird zwischen sieben und 19 Uhr voll gesperrt. Der Landesbetrieb Straßenbau entfernt im Steilhang eine Reihe verkehrsgefährdend stehender Bäume.

Der Landesbetrieb bittet bei solchen Maßnahmen wie üblich die Bevölkerung „um Verständnis für eventuelle Beeinträchtigungen.“ Dieses Verständnis bringt der Bürger auch in der Regel auf, doch im Fall der Maßnahme auf dem Burgring betrachtet Erika Krebs, Anwohnerin der Straße Oberer Kalk,

die Maßnahme als nicht ausreichend durchdacht. „Die Straße, in der ich wohne, wird am Samstag nicht erreichbar sein,“ teilte sie am Freitag daher auch dem Landesbetrieb mit. Ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei in Rollesbroich habe zwar gemeint, dass sie „wahrscheinlich“ ihr Haus erreichen könne, aber diese Aussage aber reichte Erika Krebs nicht aus. Ein weiteres Telefonat brachte dann die Erkenntnis, dass der Burgring nur bis zur Straße „Oberer Kalk“ gesperrt sei und die Straße somit erreichbar ist.

In einem weiteren Gespräch mit dem Landesbetrieb Straßenbau in Würselen erhielt Erika Krebs dann die Handynummer des ausführenden Unternehmers mit dem Rat, diesen bei Bedarf anzurufen.

Aus der Sicht von Erika Krebs erinnert die Vorgehensweise des Landesbetriebes „doch sehr an einen Schildbürgerstreich“. Entweder sei niemand zu erreichen, niemand zuständig oder eben nicht ortskundig.

Rettungskräfte sind informiert

„Was aber passiert in einem Notfall? Was passiert, wenn der Notarzt oder Krankenwagen z. B. den Haagweg anfahren muss?“ Müsse man vor Ort den Bauleiter ausfindig machen und mit den Bauarbeitern diskutieren?, fragt sich die Anwohnerin, die sich ganz einfach „schlecht informiert“ fühlt.

Arnd Meyer, Projektleiter Bau beim Landesbetrieb Straßenbau in Würselen, kann die geschilderte Problematik nicht nachvollziehen. Nach seinem Kenntnisstand seien die am Burgring liegenden Anliegerstraße allesamt über die Haag von oben erreichbar.

Auch die Stadtverwaltung Monschau wurde über die Maßnahme informiert und konnte im Dialog mit dem Landesbetrieb erreichen, dass die Maßnahme zumindest an einem Samstag erfolgt, wenn Berufs- und Schülerverkehr nicht betroffen sind. „Irgendwann muss die Maßnahme erfolgen“, betont Bürgermeisterin Margareta Ritter. In der Tat könne der Obere Kalk nur auf Umwegen durch die Altstadt erreicht werden, aber die Rettungsdienste seien über diese Umstände informiert worden.

Die aktuelle Aktion aber ist ohnehin nur ein kleiner Vorgeschmack auf die für die zweite Jahreshälfte geplante Baustelle auf dem Burgring, wenn auf knapp einem Kilometer Länge die Wasserführung der Fahrbahn geändert werden soll. Die damit verbundenen Behinderungen durch die Baustelle könnten sich über ein ganzes Jahr hinziehen, hat der Landesbetrieb Straßen wissen lassen.

Zugesagt wurde allerdings, dass die Baustelle in der Regel nur eine halbseitige Sperrung der Fahrbahn erforderlich macht und mit Bauampelbetrieb der Verkehr auf dem Burgring aufrecht erhalten werden kann. Nur an ganz wenigen Tagen, so die Zusicherung, ist vorübergehend eine Vollsperrung der Straße erforderlich.

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