Schmidt - Ausgefallene Ideen und viel Kreativität in der AKB-Werkstatt in Schmidt

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Ausgefallene Ideen und viel Kreativität in der AKB-Werkstatt in Schmidt

Von: ale
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Nur eine von vielen Aktivitäten während der Projektwoche in der ABK-Werkstatt in Schmidt: Die Arbeitsgruppe „1001 schöne Dinge” wurde von Britta Marterer und Jos Rijks begleitet. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. Rehfrikadellen und Kidneybohnen-Buletten, attraktiv gestylte Damen und ein Puppentheater, einen Bildervortrag über sportliche Aktivitäten und den ökologischen Fußabdruck, dazu 1001 schöne Dinge – das alles gab es zum Ende der Projektwoche in der ABK-Werkstatt in Schmidt. Die eindrucksvolle Präsentation der Ergebnisse wurde so zu einem lebendigen Treffen mit vielen Informationen.

Die Projektwoche hebt sich durch ausgefallene Ideen und viel Kreativität vom Alltag ab. Die Vorschläge zu den Projekten kommen zumeist von den Bewohnern. „Wir haben uns mit dem Fleischkonsum in Deutschland befasst“, berichtete eine Gruppe. Sie wartete zunächst in einem Vortrag mit erstaunlichen Zahlen auf und legte dar, wie Massentierhaltung mit intensiver Landwirtschaft und Vernichtung von Böden zusammenhängt; dass viele Pestizide für den Futtermittelanbau verwendet werden und Zuchtschweine Antibiotika bekommen, fanden viele eklig.

In der „Gläsernen Metzgerei“

Die Gruppe hatte eine „Gläserne Metzgerei“ in Köln besucht und beim Zerlegen der geschlachteten Tiere zugeguckt. Ein Schweinemastbetrieb in Holland wurde aufgesucht und auch ein Hof, auf dem die Schweine es gut haben und draußen herumlaufen können. Auch zum Bioland-Bauernhof Wirtz in Steckenborn führte ein Ausflug, und beim Jäger und Metzger Jürgen Schöller in Schmidt durfte die Gruppe bei der Herstellung von Wildgehacktem zugucken. Fazit: Wenn wir weniger Fleisch essen würden, ginge es den Tieren besser. Aber: Gutes Fleisch von Tieren, die natürlich aufwachsen dürfen, ist nicht billig.

„Ich überlege mir, ob ich nicht vielleicht Metzger werde“, sagte ein junger Mann, den die Erlebnisse der Projektwoche sehr beeindruckt hatten. Bei den Kostproben griffen alle zu; es gab leckere Sachen ohne Fleisch, und man konnte Billigwürste aus dem Discount mit Qualitätswürsten vom Metzger vergleichen.

Von der „Lady’s Week“ berichteten die jungen Damen: Sie hatten bei einer Kosmetikerin gelernt, wie man raffinierte Cremes und duftendes Shampoo selbst herstellt. Im Frisiersalon „Dany’s flotte Schere“ in Simmerath hatten die Damen begeistert einen ganzen Vormittag verbracht und sich ihre Haare stylen lassen. Die „Vorher-Nachher-Bilder“ wurden von allen bestaunt und noch einmal das Engagement von Daniela Kell hervorgehoben, die sich der ABK-Projektgruppe so eingehend gewidmet hatte.

Das „ABK-Puppentheater“ spielte für die Zuschauer das Stück „Elmar“. Man spürte, dass die Gruppe viel Spaß bei der Sache, aber auch ein bisschen Lampenfieber hatte. Die fantasievollen Kulissen und die Stabpuppen hatten die jungen Leute in Eigenarbeit selbst hergestellt.

Aufmerksam hörte man der Vorleserin zu: Elmar ist ein bunter Elefant, der sich in seiner Einzigartigkeit nicht wohlfühlt. Am Ende des Stückes beschließt die Elefantenherde, einmal im Jahr ein Fest zu feiern, bei dem jeder bunt ist. Es gab starken Applaus für die gelungene Vorführung.

Für das interessante Projekt „Ökologischer Fußabdruck“ arbeitete die Projektgruppe mit der Biologischen Station des Kreises Düren zusammen. Man lernte Insekten kennen, Spinnen und Zecken. Aus Schilf und Holz wurden Insektenhotels gebaut. „Das funktioniert wirklich“, wusste ein junger Mann erstaunt zu berichten, „diese Hotels sind tatsächlich im Nu bewohnt.“

Über Abwasserklärung und über Müllverbrennung informierte man sich in entsprechenden Betrieben; schließlich wurde noch ein Waldweg frei geschnitten und vom Müll beseitigt. „Die Jungs haben ganz toll und aufmerksam mitgemacht“, lobte der Projektleiter.

Die Teilnehmer der Gruppe „Sport und Bewegung“ waren ganz schön gefordert worden: Im Hürtgenwalder Hochseilpark bewiesen sie Mut und auf dem Wildnistrail Ausdauer. Im Schwimmbad „Monte Mare“ in Rheinbach konnten sie sich dann beim Schwimmen und Toben von den Strapazen erholen.

Blumentöpfe ernten Beifall

„1001 schöne Dinge“ aus Holz, Metall und Karton hatte eine weitere Gruppe hergestellt und dafür Kreativität, Fleiß und Fingerspitzengefühl an den Tag gelegt. Außergewöhnlich schöne Lesezeichen, praktische Schlüsselanhänger, dreidimensionale Bilder in außergewöhnlichen Rahmen sind entstanden – und die Kronen-Blumentöpfe aus Blechdosen ernteten viel Beifall.

Jos Rijks, der zusammen mit Britta Marterer die Gruppe geleitete hatte, verriet, was sie damit vorhat: „Wir feiern in diesem Jahr ein Sommerfest zum 40-jährigen Bestehen des ABK, da wollen wir 1001 schöne Dinge zum Verkauf anbieten.“

Mario Lennartz von der Leitung des ABK-Hilfswerks sprach die Abschlussworte: „Ich bin sehr beeindruckt von den Ergebnissen, von der Motivation und prima Mitarbeit. Die Projektwoche war nicht nur eine schöne Abwechslung vom Alltag, sie hat auch Interesse für verschiedene Themen geweckt. Ich danke herzlich allen Ideengebern und Teamleitern – und natürlich vor allem unseren Bewohnern, die so gut mitgemacht haben.“

 

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