Nordeifel - Auftakt für „Unser Dorf hat Zukunft“

Auftakt für „Unser Dorf hat Zukunft“

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Wenn im September die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ vorbeischaut, dann wollen sich die Nordeifeldörfer (hier Mützenich im Jahr 2011) wieder von ihrer besten Seite zeigen. Foto: Archiv/Stollenwerk

Nordeifel. Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ steht nach drei Jahren wieder in den Startlöchern. Auch 2014 möchte die Städteregion Aachen möglichst viele Dorfgemeinschaften zur Teilnahme bewegen.

Zum Auftakt in das Wettbewerbsjahr waren deshalb alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung mit Professor Christoph Hebel (FH Aachen) und Ruth Roelen (Städteregion Aachen) nach Konzen ins Musik- und Kulturzentrum (MUK) eingeladen und erhielten Informationen für den nächsten Wettbewerb.

Zwölf Orte vertreten

Ortskartellvorsitzender Peter Jung, als Gastgeber, begrüßte darüber hinaus Vertreter aus den Orten Roetgen, Mützenich, Simmerath, Huppenbroich, Mulartshütte, Büsbach, Vicht, Eicherscheid, Kalterherberg, Konzen und Höfen. Die Ausschreibung erfolgt wieder innerhalb der Städteregion, die in zwei Wettbewerbsbereiche Nord und Süd unterteilt wurde. Dabei zählen Breinig, Vicht und Mausbach noch zu dem Bereich Süd, also zu den Eifelorten, die sich bis 31. März angemeldet haben müssen.

Ruth Roelen führte aus, dass die Bereisung durch die Jury in der Zeit vom 1. bis 12. September erfolgen und gleich am 13. September die Verkündigung des Ergebnisses und Siegerehrung sein wird. Mit Unterstützung der Sparkasse Aachen bekommen jedes teilnehmende Dorf 500 Euro, der Drittplatzierte 1000 Euro, der Zweite 1250 Euro und der Sieger 1500 Euro als Prämie. Bei über 30 Teilnehmern in der Städteregion können dann zwei Sieger in den Landeswettbewerb geschickt werden.

Die Wettbewerbskommission nimmt sich für jeden Ort unter 500 Einwohner rund 90 Minuten und für jedem Ort über 500 Einwohner etwa 120 Minuten Zeit zur Bewertung. Danach ist eine Stellungnahme für jeden Ort von etwa 30 Minuten vorgesehen, so dass die Bewertung sehr transparent ist. Dadurch, dass je Bewertungsbereich ein Jurymitglied bei allen Bereisungen der Ortschaften anwesend ist, soll auch sichergestellt sein, dass der Bewertungsmaßstab gleich bleibt.

Professor Christoph Hebel erläuterte anschließend, was in der Konzeption und Umsetzung des Wettbewerbs wichtig ist. Wie kam man eigentlich zu einer bestimmten Idee? Wen hat man alle in die Ideenfindung mit eingebunden? Gibt es eine Projektgruppe im Dorf? Mit welchen Schwächen und Stärken hat die Ortschaft es zu tun? Gibt es externe Beziehungen, zum Beispiel aus den Vereinen? Das waren unter anderem die Punkte, die Hebel anhand von Beispielen als wichtig herausstellte.

Andrea Drossard von der Städteregion stellte dann den Bewertungsbereich „Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen“ vor. Die Palette der Darstellungsmöglichkeiten reichte vom Dorfladen, Direktvermarktung vom Bauernhof über Aktionen zur Naherholung bis hin zur Energieversorgung und Einrichtung von Selbsthilfemaßnahmen. Im Bewertungsbereich „Soziales und kulturelles Leben“ kommt es beispielsweise auf generationsübergreifende Aktivitäten oder integrative Maßnahmen für Neubürger an.

Ruth Roelen erläuterte zum Schluss den Bereich „Baugestaltung und Entwicklung“. Hierzu zählen auch die Entsiegelung von Flächen oder Pflanzaktionen. Auch die Gestaltung des Friedhofs oder die Anlage von Nutzgärten sind Bereiche, die hierbei punkten können.

Im Bewertungsbereich „Dorf und Landschaft“ zählen zum Beispiel die Anlage von Streuobstwiesen oder Eingrünung der Ortsränder. Gibt es Aktivitäten zur Verbesserung der heimischen Tierwelt? Gibt es Dorfrundgänge und Beschilderungen von Feldwegen oder Flurbezeichnungen? Sind interessante Natur- und Wanderwege vorhanden? All diese Fragen finden Eingang in einen Bewertungsbogen, der schon erkennen lässt, welche Punktzahl im jeweiligen Thema erreicht werden kann.

Keine Übertreibungen

Bevor es zu Verständnisfragen der Teilnehmer kam, erläuterte Ruth Roelen noch einige organisatorische Kleinigkeiten aus den Erfahrungen der letzten Bereisungen. Ob man nun mit dem Bus durchs Dorf fahren will oder sich was anderes einfallen lässt, bleibt bei der Präsentation gleich. Auch eine Darstellung in Form von Vorführungen durch Vereine beispielsweise sei durchaus möglich, wobei Übertreibungen durch die Jury schnell erkannt werden.

Zum Schluss unterstrichen die Akteure, dass nicht unbedingt das Ergebnis der Aktivitäten wichtig ist, weil der Weg das Ziel ist, sondern die Freude an der Teilnahme, wie es eine Zuhörerin formulierte.

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