Nordeifel - Aufmerksame Nachbarn sind die beste Alarmanlage

Aufmerksame Nachbarn sind die beste Alarmanlage

Von: hes
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Wohnungseinbrüche laufen meist nach dem gleichen Schema ab: Die Täter suchen sich grundsätzlich Objekte aus, wo niemand zuhause ist, hebeln eine Tür oder ein Fenster im Erdgeschoss auf und suchen im Inneren nach Schmuck oder Bargeld.

Nordeifel. Mindestens noch einen guten Monat haben sie „Hauptsaison”, die Wohnungseinbrecher in unserer Region. Denn erst mit der Umstellung auf die Sommerzeit geht die dunkle Jahreszeit und damit meist auch die Zahl der Eigentumsdelikte aus Privathaushalten spürbar zurück.

„Seit Beginn des Jahres sind die Einbruchszahlen vehement gestiegen. Die Täter suchen sich immer andere Örtlichkeiten aus und kehren nach ein paar Tagen oder Wochen wieder zurück. Derzeit liegen die Schwerpunkte nicht in der Stadt Aachen, sondern im Nord- und Südkreis”, berichtete vergangene Woche Paul Kemen, Sprecher der Aachener Polizei. Auch im ländlichen Dürener Raum und in der Nordeifel musste die Polizei in den vergangenen Monaten eine Vielzahl von Wohnungseinbrüchen aufnehmen, die zu einem ganz großen Teil nach dem gleichen Schema ablaufen. Die Täter suchen sich grundsätzlich Objekte aus, wo niemand zuhause ist, hebeln eine Tür oder ein Fenster im Erdgeschoss auf und suchen im Inneren nach Schmuck oder Bargeld. Andere Wertgegenstände interessieren sie zumeist nicht.

Nicht aus dem Raum Aachen

Die eigens zur Bekämpfung der Wohnungseinbrüche eingesetzte Ermittlungskommission „Flex” der Polizei in Aachen leistet Schwerarbeit. Die Fahnder gehen davon aus, dass die Täter nicht aus dem Raum Aachen stammen und überörtlich agieren. „Das heißt, dass sie extra für die Einbrüche in den Aachener bzw. Dürener Raum kommen. Die Tatzeitpunkte sind meist tagsüber, wenn die Leute arbeiten und die Kinder in der Schule sind”, so Paul Kemen.

Im Rahmen von Ermittlungen wurde auch deutlich, dass die Tatobjekte von den Tätern und Täterinnen gründlich ausbaldowert werden, „die Objekte werden also genauestens studiert”, so Kemen.

Daher appellieren die Ermittler an die Bürger, ihre Umgebung genau zu beobachten und verdächtige Eindrücke der Polizei mitzuteilen. „Auch scheinbar unwichtige Beobachtungen können ein Mosaikstein in einem großen Puzzle sein”, unterstreicht Paul Kemen und nennt ein Beispiel: „Vergangene Woche haben wir in Aachen Zeitschriftenwerber vorsorglich festgenommen, weil sie sich auffällig lange und genau in Vorgärten aufgehalten haben und um die Häuser gestreift sind. Im konkreten Fall konnten wir ihnen nichts nachweisen, aber solche Beobachtungen sollte man immer ruhig der Polizei melden - gerne auch unter 110, damit kein Zeitverzug eintritt”, empfiehlt der Sprecher.

Die Polizei hat noch einen Rat, vor allem für alle Bewohner von freistehenden Häusern im ländlichen Bereich: „Helfen Sie sich gegenseitig im Rahmen einer guten Nachbarschaft! Werfen Sie ein Auge auf das Grundstück des Nachbarn! Sprechen Sie sich ab, wenn einer länger sein Haus zurück lässt! Und legen Sie Erreichbarkeiten fest!” rät Paul Kemen. Denn aufmerksame Nachbarn sind die beste Alarmanlage.

Mützenich: Einbrecher lassen TV-Gerät zurück

Auch aktuell muss die Sonderkommission gegen Wohnungseinbrüche wieder einen Fall in der Nordeifel bearbeiten.

In Mützenich drangen unbekannte Täter in der Zeit zwischen Sonntagabend, zirka 19 Uhr, und Montagabend, etwa 20 Uhr, in ein Wohnhaus an der Ecke Eupener Straße/Schiffenborn ein.

Da das freistehende Einfamilienhaus sehr zentral an einer Kreuzung im Ort gelegen ist, nutzten die Täter die Gelegenheit, dass niemand zuhause war, und drangen rückseitig in das Gebäude ein. Dazu hebelten sie das Fenster der zum Garten gelegenen Waschküche nach mehreren Versuchen auf, stiegen ins Haus ein und durchwühlten diverse Schubladen. Was die Einbrecher erbeuteten, wird derzeit noch geprüft.

Kurios: Die Fernbedienung eines neuwertigen Flachbildfernsehers ließen sie mitgehen und stellten offenbar auch das TV-Gerät zum Abtransport bereit. Möglicherweise wurden sie dabei gestört, denn das Gerät blieb unbeschadet zurück.

Wer im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht hat, kann sich an jede Polizeidienststelle wenden.

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