Auf großem Fuße durch die Winterlandschaft

Von: hes
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Joachim Steffens liegt in diesen schneereichen Tagen mit seinen Schneeschuhen voll im Trend: „Man bewegt sich in der Natur, tut etwas für die Gesundheit und es macht einfach riesigen Spaß!”, weiß er und bietet neben dem Verleih der Schuhe auch geführte Touren an.

Nordeifel. Wer in diesen schneereichen Dezembertagen einmal versucht hat, sich abseits geräumter Wege zu bewegen, der versinkt mindestens knietief im Schnee. Das ging in den schneereichen Gegenden der Erde schon in der Steinzeit den Jägern und Sammlern so, und deshalb bastelten sie sich sogenannte Schneeschuhe.

Deren Prinzip ist einfach: Eine möglichst große Fläche, die aber noch ein Schreiten ermöglicht, verhindert das Einsinken im Schnee, auch bei größerem Gewicht. Im Monschauer Land bietet nun auch Joachim Steffens aus Mützenich Schneeschuhe an - für eine sportliche Betätigung im Winter und zum Wandern.

Stressabbau und Immunsystem

Das Wandern mit Schneeschuhen ist seit Mitte der 1990er eine beliebte Trendsportart als Alternative zum Tourenskilauf geworden. Es bietet sich in erster Linie für Menschen an, die nicht Ski fahren wollen oder können und denen es auf schnelle Abfahrten nicht ankommt. „Es ist wirklich ein Trendsport für jedermann, denn wer laufen kann, kann auch Schneeschuhwandern”, hält Joachim Steffens es für Sportler oder Familien, alte wie junge Menschen für geeignet.

„Schneeschuhwandern ist bewegungstechnisch eine aus dem Nordic Walking abgeleitete Form der Fortbewegung im Schnee mit Hilfe von Schneeschuhen”, erläutert der lizensierte Skilehrer und Skike-Instructor. Vorteile seien Ganzkörpertraining und gemäßigtes Ausdauertraining, das sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus wirke. „Bluthochdruck, Infarkte und Diabetes werden vorgebeugt, Hormonhaushalt und Immunsystem gefördert”, so Steffens. Stressabbau und seelische Entspannung durch Sport in der Natur, beispielsweise im Hohen Venn, seien die Vorteile.

Schneeschuhe haben meistens einen Aluminiumrahmen, dieser ist mit einem Kunststoff bespannt der das Einsinken in den Schnee verhindert. Das Bindungssystem ist für alle Schuhgrößen und Schuharten geeignet. „Wichtigste Ausrüstung sind feste, wasserdichte Wander- oder Trekkingschuhe”, rät der Mützenicher. Funktionelle, atmungsaktive, wetterfeste Kleidung und Handschuhe seien empfehlenswert.

Es ist wichtig, dass die Auflagefläche der Schneeschuhe dem Gesamtgewicht des Läufers (Körper plus Rucksack) und den Schneeverhältnissen entspricht. Zu starkes, Kräfte raubendes Einsinken lässt sich bei den teuren Modellen mit Schneeschuhverlängerungen unterschiedlicher Länge vermeiden. Zum Schneeschuhgehen gehören außerdem zwei Skistöcke mit großem Schneeteller.

Auf Naturschutz achten

Ähnlich wie bei Skitouren abseits der Pisten und Loipen sollten Wanderer immer auf den Naturschutz achten, Waldgebiete meiden, sich an Begehungsverbote halten und in der Lage sein, zu entscheiden, wann eine Tour rechtzeitig abgebrochen werden muss - zum Beispiel bei Erschöpfung, Orientierungsproblemen bei schlechter Sicht, Dämmerung oder Zeitverzug. „Um sich während der Wanderung nicht zu überlasten sollten man Pausen einlegen”, empfiehlt Joachim Steffens und weiß: „Eine Faustformel sagt: Wenn man sich während der Wanderung unterhalten kann, ist man im angemessenen Pulsbereich.”

Wer das Schneeschuhwandern einmal ausprobieren möchte, kann sich für zehn Euro pro Tag ein Paar bei Joachim Steffens leihen. Zu erreichen ist er per E-Mail unter mail@steffens-skike.de sowie unter Tel. 02472/4442 oder mobil 0170/4129896.
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