Nordeifel - Auf die richtige Botschaft kommt es an

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Auf die richtige Botschaft kommt es an

Von: Ernst Schneiders
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Für die Autofahrer ist die Si
Für die Autofahrer ist die Signalisierung unmissverständlich (linkes Bild). Nicht ganz so deutlich ist sie im Kreuzungsbereich für die Benutzer der Vennbahn. Wichtig ist für die Städteregion die Botschaft des Schildes. Foto: Ernst Schneiders

Nordeifel. Einmalig ist der Ravel-Radweg, der seit neulich schmucklos „Vennbahn” heißt, in mehrfacher Hinsicht.

Einmalig ist die Landschaft, durch die er führt. Einmalig ist der Konstrukt an sich. Einmalig ist, dass auch der Teil der Trasse durch die Nordeifel belgisches Hoheitsgebiet ist und bleibt. Der Versailler Vertrag will es so.

Und einmalig ist, dass dieser Radweg an 30 Stellen Straßen quert. An vielen haben die Radler Vorfahrt.

Eine dieser Straßen verläuft in Roetgen vorbei am Pferdeweiher. Dort werden Autofahrer darauf aufmerksam gemacht, dass ein bevorrechtigter Radweg kreuzt. Klare Kennzeichnung: „Vorfahrt achten”-Schild, darunter ein weißes rechteckiges mit einem Fahrrad darauf.

Bewegt man sich auf der Vennbahn und erreicht diese Querung, kann es zu Irritationen kommen. Diesseits der Kreuzung steht ein blaues Schild, darauf abgebildet sind Fußgänger und ein Fahrrad. Dieses blaue Schild hat einen roten Querbalken, der besagt, dort endet der Fuß- und Radweg. Jenseits der Kreuzung taucht dieses Schild wieder auf, ohne Balken. Das heißt: Dort beginnt der Fuß- und Radweg wieder.

Muss der Radfahrer am Ende des Radweges runter vom Drahtesel und den über die Kreuzung schieben? Beim Schieben hat er dann Vorfahrt?

Dem ist nicht so, wie Detlef Funken, Pressesprecher der Städteregion Aachen, betont, der auf die „Einmaligkeit” dieses Premium-Radweges verweist, für den es aus eben diesem Grunde auch bei der Beschilderung „keine Lösung von der Stange” gegeben habe. Wichtig sei es für die Städteregion gewesen, allen Beteiligten „die richtige Botschaft” zu vermitteln.

Das Signal an den Autofahrer sei „sehr deutlich”. Er habe die Vorfahrt zu achten.

Die Botschaft an Fußgänger und Radfahrer lautet: Sie haben zwar Vorrang, aber Vorsicht ist angebracht, denn es könnte im Kreuzungsbereich ein weiterer Verkehrsteilnehmer, ein Autofahrer, hinzukommen. Funken: „Wir haben dabei besonders an diejenigen gedacht, die mit Sportrad, Sturzhelm und 50 Stundenkilometern dort angeknallt kommen.”

Auch wenn die Fahrradfahrer kurzzeitig den Radweg verlassen und einige Meter auf einer Straße fahren, so Detlef Funken, „absteigen müssen sie deshalb nicht”.
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